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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
01.07.2019

Digitalisierung ist ein Werkzeug

Neu berufen für Automatisierungstechnik: Prof. Dr. Gerrit Pohlmann

Meschede. Dr. Gerrit Pohlmann ist seit März Professor für Automatisierungstechnik in Meschede. Der gebürtige Steinfurter hat in Aachen studiert und promoviert, ist von Haus aus Elektrotechniker, lehrt und forscht aber im Maschinenbau. „Ich verstehe mich als Brückenbauer in puncto Digitalisierung“, schmunzelt Pohlmann. Denn Automatisierungstechnik ist seiner Ansicht nach der Startpunkt in die Welt der digitalen Produktion. Sie böte der Industrie in den nächsten Jahren spannende Möglichkeiten, die er aus seiner Disziplin heraus unterstützen könne.

Gelernt hat Pohlmann sein Handwerk im Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen. Hier ging es um Steuerungs-, Antriebs- und Messtechnik in industriellen Prozessen. Nach der Promotion arbeitete Pohlmann beim Automotive-Zulieferer Mubea in Attendorn, einem Unternehmen mit 15000 Mitarbeitern im Bereich des automobilen Leichtbaus. Als Leiter der Steuerungstechnik in der Anlagenentwicklung stellte er das Unternehmen unter anderem in der Prozessüberwachung mit für die Zukunftsvision „Industrie 4.0“ auf. „Digitalisierung ist ein Werkzeug“, sagt Pohlmann, „es hilft Unternehmen flexibler und günstiger zu produzieren, innovative Produktlösungen umzusetzen und damit wettbewerbsfähiger zu werden.“

Mit der Übernahme der Professur in Meschede machte er seinen Traum wahr, selbst wieder in Forschung und Lehre zu arbeiten. Vom ersten Kontakt an hat er bereits erfahren, dass und wie Digitalisierung in Meschede vorangetrieben wird. „Es gibt hier interessante Ansätze in der Lehre, in denen ich mich wiederfinde, zum Beispiel projektorientiertes Lernen in einer digitalen Lernfabrik,“ so Pohlmann. Das und die produktionsstarke Region Südwestfalen lockten ihn. Nach sieben Jahren Industrieerfahrung ist er deshalb hier in die Wissenschaft zurückgekehrt.