Pressemitteilung-Detail

Iserlohner FH-Dozent präsentiert Forschungsergebnisse in Kanada
Methode zur Simulation des akustischen Verhaltens von Kunststoffformteilen wurde vorgestellt
Iserlohn. Auf dem NAFEMS World Congress 2019 in Quebec stellte FH-Dozent Dr. Michael Gieß von der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn eine neue Methode zur Integrativen Simulation einem internationalen Fachpublikum vor.
Dr.-Ing. Michael Gieß ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Iserlohner Fachbereich Maschinenbau und forscht zum Thema Akustik.
Auf dem NAFEMS World Congress 2019 in Quebec City, Kanada, hat er seine Forschungsergebnisse aus der Kunststofftechnik präsentiert. Im Rahmen von Forschungsprojekten der Fachhochschule und seiner Dissertation hat Gieß eine Methode entwickelt, mit der das akustische Verhalten von anisotropen Kunststoffformteilen schon in einer frühen Phasen der Produktentwicklung simuliert werden kann. Die Methode nennt sich "integrative Simulation" und koppelt eine Prozesssimulation mit einer Bauteilsimulation. Interessant ist diese Methode zum Beispiel für Automobilhersteller und –zulieferer, die damit die Entstehung von Störgeräuschen im Auto durch entsprechende Materialentwicklung von Kunststoffen vermeiden können.
Der NAFEMS World Congress findet alle zwei Jahre statt und ist eine unabhängige, internationale Konferenz mit Beiträgen aus allen Bereichen der Simulation, Analyse und Systemtechnik für Branchenexperten, Industrieunternehmen, Forscher und Softwareanbieter. Von den 840 eingereichten, internationalen Beiträgen wurden nur 300 von dem Review Committee akzeptiert. Der Beitrag von Gieß wurde ohne Auflagen angenommen. Seine Teilnahme an der Konferenz wurde zudem vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) im Rahmen eines Konferenzreiseprogrammes gefördert.
„Es ist immer ein ganz besonderes Ereignis, an einer so großen Konferenz teilnehmen zu dürfen“, berichtet Gieß „hierdurch konnten viele neue internationale Kontakte geknüpft werden. So eine Vernetzung ist auch für zukünftige Forschungsprojekte an der Fachhochschule Südwestfalen wichtig“.