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Wer später bastelt, bleibt länger oben
FH-Studierende verfeinern ihr Konzept vom „fliegenden Teppich“
Soest. Für die beiden Kapitäne der Hydrofoil-Surfbretter war es im vergangenen Jahr etwas nasser geworden als gewollt. Das Zusammenspiel von Konstruktion und Fahrtechnik erwies sich als höchst anspruchsvoll. In diesem Jahr wollen die Nachfolger einiges anders machen: 74 Studierende der technischen Fachbereiche hatten wieder drei Monate Zeit, um aus vorgegebenen Komponenten ein funktionstüchtiges eFoil zu bauen. Am Montag, 1. Juli 2019, treten die beiden Teams beim Wettstreit am Möhnesee gegeneinander an.
Wenn es einfach wäre, wäre es ja langweilig – finden Prof. Dr. Christian Stumpf und Kai Laugsch, die zum 7. Mal in Folge für die Knobelaufgabe des Jahres verantwortlich zeichnen. Der Herausforderung stellen sich Studierende der Studiengänge Design- und Projektmanagement, Elektrotechnik, Maschinenbau, Technische Redaktion und Medienmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen, die das Projekt „Angewandte Produktentwicklung“ belegt haben. Die Aufgabe lautet, aus einem fertigen Antriebsstrang, Epoxidharz und Styropor ein fahrtüchtiges, mit Elektromotor betriebenes Board zu bauen. Der Clou: Das Board soll bei exakt dosierter Geschwindigkeit während der Fahrt einige Zentimeter über dem Wasser „schweben“. Außerdem sollen die rivalisierenden Gruppen eine begleitende Marketingkampagne vor imaginärer Markteinführung ausarbeiten und präsentieren. Komplett gescheitert waren die beiden Teams, die sich bereits im vergangenen Jahr mit der Aufgabe auseinandergesetzt hatten, nicht. Beide hatten ein optisch ansprechendes Board präsentiert, nur der „Schwebezustand“ wollte sich nicht 100%ig überzeugend einstellen.
Mit Spannung wird daher die Präsentation der Nachfolger erwartet. Am Montag, 1. Juli, um 14 Uhr geht es los im Freizeitpark in Möhnesee-Körbecke (Nähe Seetreppe). Zuschauer sind herzlich willkommen. Was die Studierenden seit Anfang April genau ausgetüftelt haben, bleibt bis dahin ein streng gehütetes Geheimnis. Nur so viel – ein besserer Motor wurde verbaut. „Eine sportliche Herausforderung in jeder Hinsicht, die kein Unternehmen in der freien Wirtschaft in dieser Form anpacken würde.“, unterstreicht Prof. Dr. Christian Stumpf den enormen Arbeitsdruck. Unter den kritischen Augen einer Fachjury werden dann beide Produkte bewertet. Kriterien sind Schnelligkeit, Konstruktion, Präsentation, Design, Originalität und Teamgeist.
Dem Sieger-Team gebührt nicht nur die Ehre, es darf sich zusätzlich über eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro freuen. Der „Ferchau-Förderpreis“ wird gestiftet von der Firma Ferchau-Engineering aus Oelde, vertreten durch Marco Butgereit. Wer die Jung-Konstrukteure auf den letzten Metern vor dem Wettkampf noch unterstützen möchte, kann dieses über die Crowdfunding-Aktion tun. Mehr Informationen gibt es unter https://volksbank-hellweg.viele-schaffen-mehr.de/air-surfer-jetzt-erst-recht.