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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
06.05.2004

Unternehmer diskutierten in der Fachhochschule

Zu einem Informationsaustausch trafen sich rund 30 Vertreter regionaler Unternehmen und der SIHK, um gemeinsam mit Dr.-Ing. Jochen-F. Kirchhoff, dem Präsidenten der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen und Professoren des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen über die Auswirkungen der zukünftigen Hochschulabschlüsse "Bachelor" und "Master" auf Unternehmen und Hochschule zu diskutieren.

Zu einem Informationsaustausch trafen sich rund 30 Vertreter regionaler Unternehmen und der SIHK, um gemeinsam mit Dr.-Ing. Jochen-F. Kirchhoff, dem Präsidenten der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen und Professoren des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen über die Auswirkungen der zukünftigen Hochschulabschlüsse "Bachelor" und "Master" auf Unternehmen und Hochschule zu diskutieren. In der Bologna-Erklärung von 1999 haben 30 europäische Staaten, darunter Deutschland, beschlossen, bis zum Jahre 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu verwirklichen. Dies geht einher mit der flächendeckenden Einführung von, an internationalen Standards orientierten, Bachelor- und Master-Abschlüssen, die die bisherigen Diplomabschlüsse ersetzen. Zukünftig erhalten die Hochschulabsolventen nach 3 Jahren einen ersten berufsqualifizierenden Bachelorabschluss, nach 2 weiteren Studienjahren kann ein Masterabschluss erworben werden, der zur Promotion berechtigt. Damit soll eine wirksame Verkürzung der Studienzeiten, eine stärke Berufsfeldorientierung des Studiums und die internationale Vergleichbarkeit und wechselseitige Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen erreicht werden. Mit den neuen Studienabschlüssen ist auch eine stärkere Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit im Rahmen des Studiums sowie eine Reform der Studieninhalte und des Studienverlaufs verbunden. Gerade in diesen Bereichen streben die Fachhochschulen eine stärkere Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft an Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass der Umstellungsprozess nur erfolgreich sein kann, wenn die Wirtschaft die neuen Studiengänge kennt und akzeptiert und wenn Hochschule und Unternehmen gemeinsam daran arbeiten, die Studieninhalte den Anforderungen der Wirtschaft anzupassen. Sowohl Harald Korte, Präsident der SIHK als auch Dr. Jochen-F. Kirchhoff betonten, dass sie durch verschiedene Maßnahmen bei ihren Mitgliedsfirmen für die Akzeptanz der neuen Abschlüsse werben werden. So wird die Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in NRW beispielsweise die bestehende internetbasierte "Diplomanden-Börse" um eine "Bachelor-/Masterarbeiten-Börse" ergänzen und auf dem Wissenschaftstag 2004 der NRW-IHKs dieses Thema speziell aufgreifen. Die Landesvereinigung der NRW-Arbeitgeberverbände wird im Rahmen eines Wettbewerbs beispielhafte, bereits umgesetzte Bachelor- und Masterstudiengänge auszeichnen und auf die Mitgliedsfirmen hinwirken, in Stellenausschreibungen auch die neuen Abschlüsse aufzuführen. Der Dekan des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Klaus-Dieter Kothe lud die beteiligten Unternehmen und Institutionen ein, den anstehenden Reformprozess gemeinsam zu gestalten, um auch weiterhin zu gewährleisten, dass die Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen dem Anforderungsprofil der Wirtschaft gerecht werden. In den nächsten zwei Jahren werden alle Studiengänge der Fachhochschule Südwestfalen auf die neuen gestuften Abschlüsse umgestellt.