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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
13.05.2019

FH-Studierende werben für ein starkes Europa

Internationale Studierende stellten ihre Länder an Soester Schulen vor

Soest. Die Europäische Union ist nüchtern betrachtet eine Gemeinschaft von derzeit 28 Mitgliedsstaaten mit mehr als einer halben Milliarde Einwohner, der EU- Binnenmarkt der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt. Europa ist aber so viel mehr – kulturelle Vielfalt, Chancengerechtigkeit, europäische Identität, Bürgerschaft und Gemeinschaft. Die Generation Europa von morgen hat das auf dem Schirm. So besuchten in der Europa-Woche jetzt drei Studierende der Fachhochschule Südwestfalen Soester Schulen, um für ein starkes Europa zu werben.

Die Note sechs, die eigentlich ein „sehr gut“ ist, Gruppentänze in den Pausen oder gratis Espresso für alle – vieles, was in Schulen und Hochschulen anderer EU- Mitgliedsländer typisch ist, klang für die Schülerinnen und Schüler der Q1 am Aldegrever-Gymnasium zunächst ungewöhnlich. Aysun Hasanova aus Bulgarien, Chrystian Strawczyński aus Polen und Vittoria Guida aus Italien stellten in Kurzpräsentationen das Bildungssystem ihrer Herkunftsländer vor. Alle drei studieren im internationalen Studiengang Business Administration with Informatics (BBA) an der FH in Soest. Das Publikum interessierte besonders, wo die Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Schulen liegen, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie es ist, in einem anderen Land zu studieren. Stolz erzählten die Studierenden von den landestypischen Traditionen oder von bedeutenden Wissenschaftlern ihrer Heimat. Beeindruckt waren die jungen Hörerinnen und Hörer auch von den teils altehrwürdigen Schulgebäuden, von denen Vittoria Guida aus Neapel erzählte.

Die Studierenden gaben sich locker und nahbar. So überwanden die Schülerinnen schnell Hemmungen, Fragen in englischer Sprache zu stellen. Was zunächst fremd oder ungewöhnlich klang, weckte nun vielmehr die Neugier, sich näher damit auseinanderzusetzen. Einige denken sogar bereits aktiv darüber nach, für eine Zeit ins Ausland zu gehen. Gegenseitiges Lernen, Zusammenwachsen, Sprachbarrieren überwinden und „Sich-Einlassen“ auf Neues – das haben die Initiatoren mit dem Projekt beabsichtigt. Nicht zuletzt tragen Initiativen dieser Art dazu bei, das Selbstverständnis als EU-Bürgerin und -Bürger zu stärken und auf eine mögliche Studienplatz- und Arbeitsplatzmobilität in der Zukunft vorzubereiten. Projektverantwortlich von Seiten der Fachhochschule sind Marga Taylor, Studiengangleiterin BBA, und Prof. Dr. Dina Dreisbach, die seit Jahren einen intensiven Austausch mit den Soester Gymnasien und Berufskollegs pflegt und beispielsweise Vorträge und Einführungen zu den Themen Internationale Wirtschaft oder Methodentraining (Facharbeit), Prof. Dr. Mechthild Freitag, Prorektorin für Internationales und Diversity sowie Dagmar Perizonius, Dezernatsleitung Akademisches Auslandsamt. Als Lehrer und Verantwortlicher für den Bereich Studien- und Berufsorientierung unterstützte Wolfgang Zschocke das  Projekt. Einen Tag zuvor waren die Studierenden bereits am Hubertus-Schwartz- Berufskolleg in Soest zu Gast.

Das Projekt wurde gefördert und unterstützt durch das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein- Westfalen im Rahmen des Wettbewerbs der Landesregierung zur Europawoche 2019.