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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
08.05.2019

In einem R4 durch die Wüste kann alles passieren

R4 Team Westfalen zurück – Präsentation an der Fachhochschule am 09. Mai

Soest. Mehr als 7.000 Kilometer in einem Renault 4 unterwegs sein, davon eine ganze Strecke durch die Wüste Marokkos – das hinterlässt Spuren, bei Fahrerinnen und Fahrern und bei den Autos sowieso. Solange die Erinnerungen an die 4L Trophy, bei der zum zehnten Mal Kultkisten der Fachhochschule Südwestfalen gestartet sind, noch frisch sind, möchten die Fahrerinnen und Fahrer diese mit Interessierten, Freunden und Sponsoren teilen. In einer Präsentation am Donnerstag, 9. Mai 2019, zeigen die sechs Studierenden zahlreiche Bilder und erzählen Geschichten vom großen Abenteuer.

Zwei geplatzte Reifen, ein Auspuffrohr verloren, neue Freundschaften über die Landesgrenzen hinweg geschlossen und viele bleibende Eindrücke einer atemberaubenden Landschaft gesammelt – die 4L Trophy versprach ein Abenteuer für sechs Studierende aus Soest zu werden und hatte es auch gehalten. Bei mehr als 30 Jahre alten Autos kann alles passieren. So kamen Sebastian Gerloff und Jannis Metken etwas zerknirscht zurück. Ihr gelber R4 hatte eine wahre Pannenserie hingelegt, sodass sie streckenweise sogar den Weg über die Landstraße wählen und auf die Offroad-Strecke durch die Wüste verzichten mussten. Was die zwei durchgemacht haben, können Fans der kultigen Kisten bald im Fernsehen nachempfinden. Team Gelb wurde von einem TV-Team des Saarländischen Rundfunks begleitet. Der Bericht aus der Reihe „meine Traumreise“ wird im 3. Quartal 2019 im Saarländischen Rundfunk ausgestrahlt.

Bei Team „Rot“ mit Lina Mädler und Michael Tacke sowie Team „Krone“ mit Carolin Bauer und Lisa Ringelstein verlief die Tour bis auf kleinere technische Blessuren weitestgehend problemlos. Sie trotzten allen Herausforderungen wie überhitzten Motoren, reifenfressenden Steinen, einer Schafherde auf der Straße, Sand überall und zu wenig Wasser zum Duschen mit Gelassenheit. Bedroht habe sie sich zu keiner Zeit gefühlt, erzählte Lina Mädler nach ihrer Rückkehr: „Wir haben eine Nacht in der Wüste gecampt, ohne, dass die Organisatoren ein Auge auf uns hatten, so ist es laut Roadbook vorgesehen. Da haben wir uns einfach mit anderen R4-Teams zusammengetan, da fühlten wir uns sicher.“ Schlimmer sei gewesen, als sie sich auf der ersten Offroad-Etappe in der Wüste verfahren hatten. „Wir sind zu weit nach links abgekommen und sind dann halt anderen R4s hinterher gefahren. Die wussten aber blöderweise auch nicht so recht, wo es langgeht.“ Im Sandloch stecken bleiben, zählt zu den Klassikern bei jeder Tour, das wissen selbst die Einheimischen: „Da kamen marokkanische Kinder und haben uns geholfen, die wussten genau, was zu tun ist.“, so Mädler.

Die Vorbereitungen auf und die Teilnahme an der 4L Trophy sind Bestandteil  eines studentischen Projektes. Betreut wird dieses von Dr. Jens Bechthold, Professor am Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik. Weitere Unterstützer sind Stefan Künne, Christian Brockmann und Andreas Ludwig von der FH. Technische Raffinessen, einfache Tricks und, dass sie einfach froh sind, wieder heil auf dem Soester Campus angekommen zu sein, davon möchte das R4 am Westfalen im Rahmen der Präsentation am 9. Mai berichten. Los geht es um 18.30 Uhr in Gebäude 11 (Audimax). Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.