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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
02.05.2019

„Die Fachhochschule ist ein Erfolgsmodell“

Austausch zwischen Hochschule und Politik - Format der FHs stärken

Soest. Als Basis für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands sieht das Bundesforschungsministerium die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Fachhochschulen leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Was das genau für den Alltag an der Fachhochschule Südwestfalen in Forschung und Lehre bedeutet, darüber informierten sich jetzt die Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering und Wolfgang Hellmich (beide SPD) am Beispiel des Fachbereichs Agrarwirtschaft.

„Die Fachhochschule ist ein Erfolgsmodell“, begann Dekan Prof. Dr. Wolf Lorleberg. Mit konstant hoher Einschreibezahl ist der Studiengang Agrarwirtschaft nach wie vor stark gefragt. Damit betreuen die Professorinnen und Professoren am Fachbereich – anders als an Fachhochschulen üblich – ebenso viele Studierende wie Kollegen an den Universitäten.

Die anwendungs- und lösungsorientierte Forschung spielt in der Agrarwirtschaft eine große Rolle. So werben die Angehörigen gut 30 Prozent des gesamten Forschungsmittelvolumens von 11,6 Millionen Euro (Stand 11.01.2019) ein. Aktuell beschäftigen sich die Wissenschaftler mit gut 50 laufenden Projekten zu Themen wie Tierhaltung und Tierhygiene, urbane Landwirtschaft, Digitalisierung, Bodenökologie und vieles mehr. Fachhochschulen haben einen gesetzlich verankerten Forschungsauftrag. Dennoch erreichen Drittmittelvolumina nicht das Niveau der Universitäten. Das ist unter anderem der eher dünnen Personaldecke im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Fachhochschulen geschuldet. Außerdem sind FH-Professorinnen und –Professoren in der Regel stärker in die Lehre eingebunden, ihnen fehlt schlichtweg die Zeit, sich engagierten Forschungsvorhaben zu widmen. Das, und die teilweise schlechte Kommunikationspolitik zu geplanten Forschungsvorhaben, sieht Prof. Lorleberg als deutlichen Wettbewerbsnachteil.

Rainer Spiering, Agrarpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, brachte seine Positionen zu Themenfeldern wie Marktmechanismen im Agribusiness, Emissionen, Subventionen sowie Föderalismus in der Landwirtschaft zum Ausdruck. Grundsätzlich vermisse er eine effiziente Vernetzung und intensiveren Austausch der Forschungseinrichtungen untereinander. Das gelte auch für die zahlreichen Forschungsinitiativen zur Digitalisierung der Landwirtschaft; hier sollte unbedingt eine Vernetzung herbeigeführt und eine nationale Datenplattform aufgebaut werden.