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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
28.03.2019

Technik und Naturwissenschaften zum Anfassen

50 Schülerinnen beim Girls´Day in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn

Iserlohn. 50 Schülerinnen der Gesamtschule Seilersee haben den bundesweiten Girls´Day genutzt, um sich in den Laboren der Fachhochschule Südwestfalen über ingenieur- und naturwissenschaftliche Arbeitsgebiete zu informieren

Insgesamt neun Workshops hatte Organisatorin Kerstin Schüler für die Schülerinnen vorbereitet. Darin ging es um Themen aus den Bereichen Lebensmittelchemie, Korrosionstechnik, Mechatronik, Informatik, Konstruktionstechnik, Werkstoffprüfung bis hin zu Biomaterialien. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern es konnte programmiert, gefeilt, isoliert, analysiert, mikroskopiert, mit anderen Worten praktisch ausprobiert werden.

Mit durchaus neuen Erkenntnissen für die Schülerinnen. Beim Mikroskopieren von Zellkulturen beispielsweise konnten Gewebeschnitte von Knochen, Muskeln bis hin zur Raucherlunge in Augenschein genommen werden. Dabei geriet die schwarze Raucherlunge zum meistfotografierten Objekt – als Mahnung an die rauchenden Eltern. Farbiger ging es dagegen im Labor für Molekulare Biotechnologie zu. Hier konnten die Schülerinnen aus eingefärbten Calciumalginatperlen einen schmackhaften Bubble-Tea herstellen. Prof. Dr. Christian Gawron vom Studiengang Informatik fungierte als „Personal Trainer“ für zwei Schülerinnen, die sich ein eigenes Computerspiel programmieren wollten. „Ich habe mich für den Workshop angemeldet, weil ich selber gerne am Computer spiele und einmal wissen wollte, was dahinter steckt“, meinte Vanessa und ihre Klassenkameradin Leilla ergänzte: „Ich finde das Programmieren ziemlich anstrengend, man muss sich schon sehr konzentrieren und ich hätte nie gedacht, wieviel Arbeit es ist, ein Computerspiel zu programmieren“.

Die Schülerinnen lernten ganz neue Bereiche kennen, von der Gelelektrophorese bis hin zur Tatsache, dass sich nicht alle Werkstoffe für den Einsatz im menschlichen Körper eignen, betätigten sich als Konstrukteurinnen mit einem CAD-Programm, erfuhren, dass sich Nagellack durchaus als Korrosionsbeschichtung eignen kann, zogen Blumentöpfe aus Stahl mit der Blechprüfmaschine oder erlebten das Internet der Dinge im Labor für Mechatronik.

„Nach dem heutigen Tag finde ich Technik total spannend“ resümierte Aarshana. Nadine sieht es pragmatischer: „Der Girls´Day ist praktisch, weil viele doch noch nicht wissen, welchen Beruf sie später erlernen möchten“.