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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
11.03.2019

Studium von Mensch und Wirtschaft

Fachhochschule Südwestfalen bietet Bachelorstudiengang Wirtschaftspsychologie an

Meschede. „Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie“ soll einst Bundeskanzler Ludwig Erhard gesagt haben. Gleich ob schwankende Aktienkurse, Erfolg von Unternehmen oder Wirkung von Werbeplakaten – im Wirtschaftsleben lässt sich vieles über die Psyche von Menschen erklären. Was dahinter steckt, können Studierende in Meschede ab dem Wintersemester 2019/20 im neu eingerichteten Studiengang Wirtschaftspsychologie lernen.

„Wirtschaftspsychologie beschreibt, erklärt, prognostiziert und verändert das Erleben und Verhalten von Menschen in Organisationen“, erklärt Prof. Dr. Ralf Lanwehr. Er hat den Studiengang verantwortlich mitentwickelt und sieht eine zunehmende Bedeutung in Südwestfalen. „Die Unternehmen hier unterliegen einem starken technologischen Wandel, Digitalisierung ist das Schlagwort“, beobachtet Lanwehr. Digitalisierung, Globalisierung, Innovationsdruck, demografischer Wandel und Fachkräftemangel - in diesen Zusammenhängen veränderten sich Arbeitsplätze oder auch Berufsbilder. Eine wichtige Aufgabe von Wirtschaftspsychologen sei dabei, das Interesse von Mitarbeitenden und Unternehmen zu harmonisieren. „Im Prinzip soll es allen bessergehen und alle sollen etwas davon haben - das ist der Kern der Wirtschaftspsychologie.“

Wirtschaftspsychologen arbeiten beispielweise in Personalabteilungen von Unternehmen, kümmern sich um Personalauswahl und Personalentwicklung. Sie organisieren Trainings oder wirken an der Gestaltung des Arbeitsumfeldes von Beschäftigten mit. Neben Coaching und Job Design kann aber auch die Markt- und Werbepsychologie Einsatzgebiet von Wirtschaftspsychologen sein. „Hier überlegen wir, wie wir Unternehmen helfen können, das was sie produzieren Kunden besser zu erklären“, so Lanwehr. Neben der Tätigkeit in einem Betrieb böten sich auch Karrieren in Unternehmensberatungen an, die sich auf Personalmanagement, Strategieentwicklung oder die Begleitung von Veränderungsprozessen spezialisiert haben.

Und für wen ist ein Wirtschaftspsychologiestudium geeignet? „Wenn Sie sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren und gerne mit Menschen zu tun haben, dann ist das Studium Wirtschaftspsychologie für Sie genau richtig“, meint Professor Lanwehr. Freude an sozialem oder ehrenamtlichem Engagement seien weitere gute Voraussetzungen. „Für das Studium sollten Sie zudem analytisches Denken und eine methodische und mathematische Grundausrichtung mitbringen.“

Hintergrund:

Das Wirtschaftspsychologie-Studium verknüpft betriebswirtschaftliches Wissen mit Psychologie. Betriebswirtschaftliche Fächer sind beispielsweise Management Accounting, Marketing, Personalmanagement oder IT-gestützte Geschäftsprozesse. Zu den psychologischen Fächern zählen Allgemeine Psychologie, Sozial- und Persönlichkeitspsychologie, Diagnostik und Evaluation sowie die Anwendungsfächer Organisations-, Personal-, Arbeits-, Ingenieurs-, Markt- und Werbepsychologie. Daneben gehören Unterricht in Business English, Business Law, Mathematik und Statistik zum Studium.

Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester, der Studiengang führt zum Abschluss „Bachelor of Science“. Zulassungsvoraussetzungen für das Studium sind Abitur, Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Der Studiengang ist voraussichtlich zulassungsbeschränkt (NC).

Mehr Informationen unter: www.fh-swf.de/studieninteressierte