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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
16.10.2018

Hagener Studienmodell auf Konferenz in Wien gefragt

Dr. Iris Kolan von der Fachhochschule Südwestfalen stellte auf Einladung des Österreichischen Bundesbildungsministeriums die Studienoption „Studium Flexibel“ vor.

Hagen. Es ist schon etwas her, dass an der Fachhochschule Südwestfalen ein Einladungsschreiben des Österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung einging. Das Ministerium fragte darin gezielt Fachleute für eine Konferenz in Wien an. Kernthema: flexibles, individuelles Lernen. Und das ist im Prinzip genau der Aufgabenbereich von Dr. Iris Kolan von der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Normalerweise unterstützt Dr. Iris Kolan Studienanfängerinnen und –anfänger in der Studieneingangsphase, um den Übergang von der Schule zur Hochschule erfolgreich zu gestalten. „Das Studium ist zwar ein Marathon und kein Sprint, aber der Start ist aus psychologischer Sicht von enormer Bedeutung“, weiß Dr. Kolan. Studium Flexibel nennt sich das Modell, mit dem die Inhalte der Studieneingangsphase von zwei auf vier Semester gestreckt werden. Damit bekommen Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Zeit, die fachlichen und persönlichen Anforderungen zu bewältigen, die ein Studium an sie stellt. „Wir holen die Studierenden mit Studium Flexibel dort abholen, wo sie stehen und unterstützen fachlich mit Zusatzangeboten und persönlich mit Coaching und Beratung“, erklärt Kolan.

Wie gut Studium Flexibel in der Praxis funktioniert und welchen Beitrag das Studienmodell zum Studienerfolg leisten kann, stand auch auf der Agenda der Expertenkonferenz zum Thema Flexibilisierung der Hochschulausbildung. Gezielt wurde Iris Kolan vom Bundesbildungsministerium des Nachbarlandes zu einer zweitägigen Konferenz eingeladen, die im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs in Wien stattfand. „Ich wurde um einen Impulsvortrag gebeten, da es dieses Studienmodell in dieser differenzierten Form mit fachlicher und persönlicher Unterstützung nur bei uns gibt“, blickt Kolan zurück.

Und die Dienstreise nach Wien sollte sich lohnen. Nicht nur deshalb, weil Iris Kolan mit ihrem Vortrag und der anschließenden Diskussion einen wichtigen inhaltlichen Beitrag leistete. „Es war für mich eine exzellente Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und neue Impulse für meine Arbeit zu bekommen“, so Kolan.

Außerdem wurde deutlich, dass unser Angebot für die Studieneingangsphase hochaktuell ist, da es den hochschulpolitischen Empfehlungen auf europäischer Ebene im hohen Maße entspricht: „Flexibles Lernen muss durch geeignete Unterstützungsmaßnahmen für die Studierenden (z.B. Beratung) und die aktive Beteiligung der Studierenden zur Förderung ihrer individuellen Lernerfahrungen begleitet werden“, lautet ein zentrales Ergebnis der Hochschulkonferenz und wurde so konkret an die Hochschulen adressiert. Empfehlungen, von denen Hagener Studierende bereits profitieren können.