Pressemitteilung-Detail

Mit Wasserstoff auf die Campus-Rennstrecke
Studierende rüsten Modell-Trucks auf Wasserstoff-Antrieb um
Soest. Wasserstoff wird als Energieträger in einer nachhaltigen Energiewirtschaft in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, sagen Wissenschaftler der Fachhochschule Südwestfalen, die sich im Zentrum für Wasserstoff-Mobilität „H2 Energy“ mit Fragestellungen rund um diesen Forschungsschwerpunkt befassen. Dazu zählt auch, das Thema ansprechend in die Lehre einzubinden. So haben Maschinenbau-Studierende jetzt ihr Projekt präsentiert: Ferngesteuerte Modell- Offroad-Trucks mit Wasserstoffantrieb.
Die Aufgabe, gestellt von Prof. Dr. Mark Schülke und Laborleiter Alexander Schaaf, lautete, ein Modellfahrzeug von elektrischem Antrieb auf Wasserstoffantrieb umzurüsten. Dafür hatten die Studierenden ein Semester Zeit. Die Offroad-Trucks wurden also mit einer Brennstoffzelle, einem Metallhydrid- Wasserstoffspeicher für den Treibstoff der Zelle und so genannten „Supercaps“ ausgestattet. Anders als beispielsweise bei Druckgas- oder Flüssiggas-Varianten ermöglicht die chemische Speicherung des „Treibstoffs“ Wasserstoff in Metallhydriden eine deutlich höhere volumetrische Speicherdichte. „Supercaps“ sind leistungsstarke Kondensatoren, die bei akut erhöhtem Bedarf effizient elektrische Energie bereitstellen können.
In der Theorie ging es zu Beginn um Grundlagen wie beispielsweise Aggregatzustände, Gasgleichung, Volumen- und Massenströme, Brennstoffzelle und Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung in Metallen sowie die Berechnung eines elektrischen Antriebs. Anschließend machten sich die Studierenden in zwei Teams an die praktische Umrüstung der Trucks. „Das Projekt birgt viel Spaßpotenzial, aber es war auch ein hohes Maß an technischem Sachverstand gefragt. Die Studierenden haben viel über die Funktionsweise von Brennstoffzellen, Wasserstoff-Erzeugung, Speicherung und Energiemanagement gelernt. Darüber hinaus mussten sie die Komponenten elektronisch regeln. Grundlagen der Elektrotechnik, die bis dahin größtenteils theoretisch an der Reihe waren, konnten sie auf diese Weise praktisch anwenden“, so Prof. Schülke.
Beim Abschluss-Rennen zeigte sich, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Moduls in der Lage sind, ein einfaches Hybridsystem mit Wasserstoff- Brennstoffzellen-Technik auszulegen und aufzubauen. Publikumswirksam kreisten beide Fahrzeuge einige Runden um den Campus-Hügel.