Pressemitteilung-Detail

Maschinenbauer starten mit Mathe ins Studium
Erstsemester frischen ihr Wissen freiwillig im Mathe-Vorkurs auf
Soest. Allen Unkenrufen zum Trotz zählt Mathematik zu den Lieblingsfächern bei Schülerinnen und Schülern. Ob das bei den Maschinenbau-Studierenden, die jetzt ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen begonnen haben, auch so ist, wird sich noch zeigen. Für mehr als 80 Erstsemester ist jetzt der Vorkurs gestartet, ein freiwilliges Angebot für Studienanfänger, die ihr Mathewissen auffrischen möchten.
Schon nach wenigen Stunden sind viele Erstis der technischen Studiengänge überrascht, wie schnell sie die mathematischen Grundlagen aus der Mittelstufe vergessen haben. Besonders hakt es in Sachen wie Bruchrechnung, Prozentrechnung oder quadratischen Gleichungen, vor allem jene Rechenarten also, die eigentlich „sitzen“ müssten. Dr. Mark Schülke, Professor für Mathe und Physik am Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik, leitet den Vorkurs: „Wir haben festgestellt, dass die Vorkenntnisse und die praktische Routine bei den Studienanfängern seit Jahren rückläufig sind. Das ist einer der Gründe, warum wir einen vierwöchigen Vorkurs auf freiwilliger Basis anbieten.“ Bevor es mit dem eigentlichen Studium am 09. Oktober losgeht, stehen also für die Maschinenbauer jeden Tag vormittags eine Mathe-Vorlesung, nachmittags eine Übung und am darauffolgenden Tag ein kurzer Test zur Wissenskontrolle auf dem Programm. Übungsleiter sind Studierende höherer Semester. Zusätzlich bietet Oliver Berchem vom Lernzentrum „StudiPoint“ fachliche Unterstützung in den Fächern Mathematik, Physik und Technische Mechanik an.
Eklatante Wissenslücken können in dem Vorkurs nicht geschlossen werden, so Prof. Schülke. Viele würden die angebotene Auffrischung der Mathe-Kenntnisse oder den Anstoß, bestimmte Themen noch einmal nachzuholen, aber dankbar annehmen. Nicht zuletzt werde den Studienanfängern im Vorkurs bewusst, dass auch im digitalen Zeitalter trotz diverser Hilfsmittel Bereiche wie Physik, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Wirtschaftswissenschaften ohne Mathematik nicht denkbar seien: „Der Ingenieur muss vielfältigste Problemstellungen analysieren und beschreiben, Berechnungen zunächst definieren, um später die Rechenergebnisse einordnen zu können.“