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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
29.08.2018

Unterwegs in Sachen Glücksforschung

Gastdozentin Jaleh Pourmansour unterrichtet Positive Psychologie in der Unternehmensführung

Meschede. Probier‘s mal mit Gemütlichkeit – wenn Ende des Sommersemesters Balu der Bär aus dem Dschungelbuch im Mescheder Hörsaal singt, dann ist das eine angenehme Botschaft für die prüfungs- und hitzegestressten Studierenden. Dozentin Jaleh Pourmansour macht den Inhalt ihres Seminars zum Unterrichtsprinzip: „Positive Psychologie in der Unternehmensführung“ lautete der Titel ihres dreitägigen Blockseminars.

Es geht um die Anwendung von Glücksforschung für Unternehmen“, erklärt die studierte Psychologin. Glückliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien nachweislich produktiver, seltener krank, bessere Teamplayer, sorgten für bessere Kundenbeziehungen und wiesen geringere Fluktuation auf. Ein Unternehmen, welches für glückliche Mitarbeiter sorge, spare letztlich Geld und sei erfolgreicher. „Unternehmen können ihren Mitarbeitern zum Beispiel Sorgen abnehmen, indem sie wie das Unternehmen Google Betriebskindergärten anbieten“, meint Pourmansour. Oder sie könnten Projekte als Spiele oder Herausforderungen formulieren, um den Sportsgeist zu unterstützen. Oder, oder, oder. „Arbeiten soll nicht beim Glücklichsein stören – das klingt utopisch, ist aber machbar.“  

Die Deutsch-Iranerin weiß, wovon sie spricht. Sie hat für Karstadt und C&A gearbeitet, aber auch für eine Waldorfschule auf Hawaii oder als Abenteuer-Tourguide. Heute lebt sie auf Korsika, nebenberuflich als Köchin auf einer Aromafarm. Im Hauptberuf bietet sie Seminare zum Glück-Coaching an, ist viel unterwegs. Über Prof. Dr. Ralf Lanwehr ist sie an die Fachhochschule Südwestfalen gekommen und zum ersten Mal in Meschede.      

Und was hat es mit dem Lied von der Gemütlichkeit im Hörsaal auf sich? „Das Gehirn arbeitet optimal, wenn es gemütlich, das heißt entspannt ist“, so Pourmansour. Bei den Studierenden sind die Botschaft und das Seminar offenbar gut angekommen: Zum Schluss gibt es Blumen für die Dozentin.