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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
20.07.2018

SIHK-Regionalausschuss Märkischer Kreis Süd informierte sich über aktuelle Entwicklungen in der Fachhochschule Südwestfalen und im Bereich individueller Mobilität

Prof. Dr.-Ing. Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen sowie Prof. Dr.-Ing. Andreas Nevoigt, Prorektor für Forschung und Technologietransfer und gleichzeitig auch Leiter des Labors für Fahrwerktechnik der Fachhochschule Südwestfalen, konnten jüngst Mitglieder des Regionalausschusses MK Süd der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen am FH-Standort in Iserlohn begrüßen.

Im Anschluss an die Begrüßung der Teilnehmer/innen durch SIHK-Vizepräsident Dr. Frank
Hoffmeister stellte Prof. Dr.-Ing. Claus Schuster kurz die Fachhochschule Südwestfalen anhand
einiger Kennzahlen vor. An fünf Standorten mit 55 Studiengängen in sechs verschiedenen
Studienbereichen sowie rd. 13.800 Studierenden und 2.500 Absolventen p. a. und
896 Mitarbeitern sei die Fachhochschule Südwestfalen inzwischen die drittgrößte Fachhochschule
in Nordrhein-Westfalen. Auf Wunsch der Anwesenden ging er dann besonders
auf die Entwicklung des Studienortes Lüdenscheid ein. Dort sei eine Erweiterung in Planung,
die eine Verdoppelung der Kapazitäten vor Ort ermögliche. Außerdem sei dort auch
die Einführung neuer Studiengänge geplant, die den Schwerpunkt Gesundheitswissenschaft
haben werden. Damit solle sich der Studienort Lüdenscheid künftig als „Gesundheitsstandort“
positionieren.

Prof. Dr.-Ing. Nevoigt erläuterte in seinem Vortrag die aktuellen Entwicklungen im Bereich
individueller Mobilität und ging dabei besonders auf die Punkte „Elektromobilität“ und „automatisiertes
Fahren“ ein. Mobilität mittels Elektroantrieb werde auch deshalb unumgänglich,
da die Grenzwerte der CO2-Gesetzgebung für den Flottenverbrauch mit den klassischen
Verbrennungsmotoren in Zukunft nicht mehr erreicht werden können. Nevoigt berichtete
weiter, dass sich die Anzahl der Elektroautos im Gesamtfahrzeugbestand in Zukunft
erheblich vergrößern werde. Er unterstützte seine These mit der Entwicklung neuzugelassener Elektroautos in
Deutschland in der Zeit von 2010-2017, in der sich die Zahl von 541 auf 25.056 Fahrzeuge erhöht habe.

Zum Thema „Automatisiertes Fahren“ erläuterte Nevoigt fünf Stufen, ausgehend von der
nullten, in der es keinerlei Unterstützung seitens des Fahrzeuges für den Fahrer gebe, bis
hin zur höchsten, in der das Fahrzeug fahrerlos, also autonom fahren könne. Die Technik
selbst sei momentan bereits so weit, dass hochautomatisiertes Fahren (Stufe 3) möglich ist.
Allerdings seien bis zum autonomen Fahren noch viele politische, rechtliche und vor allem
ethische Fragen offen, deren Klärung aktuell noch andauere.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer noch die Gelegenheit, bei einem Rundgang
durch das Labor für Fahrwerktechnik Fragen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Text: Luca Falzone, Menden