Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
08.06.2018

Internationale Erfahrungen gehören heute dazu

Bei den International Partner Days diskutierten Studierende, Wissenschaftler und Unternehmer in Iserlohn über den Stellenwert von Auslandserfahrungen

Iserlohn. Zum zweiten Mal fanden in dieser Woche an allen Standorten der Fachhochschule Südwestfalen die „International Partner Days“ statt. In Iserlohn trafen sich jetzt Studierende, Wissenschaftler, Unternehmer und ehemalige Studierende mit Auslandserfahrung zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.

„Iserlohn liegt mitten in Europa und ist damit ein guter Startpunkt, um  internationale Erfahrungen zu sammeln, sei es im Studium oder bei Praxissemestern “, brachte es FH- Professor Dr. Michael Heise auf den Punkt. Für die Studierenden aller Standorte der Fachhochschule Südwestfalen drehte sich in dieser Woche alles um das Thema Internationalität. Dazu hatte die Hochschule nicht nur Vertreter ihrer Partnerhochschulen eingeladen. Am Standort Iserlohn motivierten auf Einladung von Prof. Dr. Nicole Rauch auch Unternehmensvertreter der Firmen Akzo Nobel Chemicals, Bosch und Kirchhoff Automotive sowie der ehemalige Student Daniel Cairns die Studierenden für ein Studiensemester oder ein Praktikum im Ausland.

Prof. Heise, selber als Wissenschaftler international unterwegs, wies auf die Bedeutung eines weltweiten Netzwerks für die Karriere als Wissenschaftler hin: „Wissenschaft kennt keine Grenzen, besuchen Sie internationale Messen und Kongresse und knüpfen Sie frühzeitig Kontakte“. Sven Delbeck, Doktorand an der Fachhochschule verdeutlichte dies auch mit einem Vortrag über seine Diabetesforschungen.  Prof Dr. Antony N. Davies von Akzo Nobel Chemicals fesselte die Studierenden mit einem lebhaften Vortrag, gespickt mit unterhaltsamen englischen Humor, über seine Wechsel zwischen wissenschaftlicher und industrieller Karriere und gab zu bedenken: „In unserem Unternehmen rekrutieren wir global“. Auch Dr. Wolfgang Schmitt, Director Management and  Methods bei der Robert Bosch (France) SAS betonte, dass Unternehmen heute global aufgestellt sind und internationales Teamworking erforderlich ist.

Konkret stellte dies Dr. Dirk Stahl, Leiter der Produktentwicklung bei der Fa. KIRCHHOFF Automotive GmbH am Beispiel der Globalisierung in der Automobilindustrie vor: „Die Zulieferer müssen heute den Herstellern hinterherziehen, wir müssen da sein, wo der Kunde sein Fahrzeug baut. Für den Konstrukteur bedeutet dies, dass er sich auch darum kümmern muss, ob beispielsweise die Herstellungsmaterialien, z.B. bestimmte Stahlgüten in den jeweiligen Ländern überhaupt verfügbar sind“. Dementsprechend sucht die Fa. KIRCHHOFF Mitarbeiter, die weltoffene kreative Teamplayer sind. „Neben der fachlichen Expertise sollten sie auch internationale Erfahrungen und interkulturelle Sensibilität mitbringen“ gab Stahl den Studierenden mit auf den Weg.

Daniel Cairns, ehemaliger Student der Fachhochschule Südwestfalen, der heute als Software Engineer bei KAL ATM Software in Schottland arbeitet, konnte dies nur bestätigen. Gemeinsam mit Dr. Wolfgang Schmitt führte er ein fiktives Bewerbungsgespräch bei einem international agierten Unternehmen. Dabei ging es auch um internationale Erfahrungen, was den Studierenden praxisnah vor Augen führte, wie wichtig Auslandserfahrungen für ihren beruflichen Einstieg sind.

Zum Abschluss des Vormittags luden die Organisatoren und das Akademische Auslandsamt Studierende, Professoren und Vortragende zu Kaffee und Kuchen in das zum „International Café“ umfunktionierte Hochschulfoyer ein. Die ersten internationalen Netzwerkkontakte ließen nicht lange auf sich warten. Am Abend begrüßten Rektor Prof. Dr. Schuster und Prorektorin Prof. Dr. Christine Kohring Vertreter der internationalen Partnerhochschulen in Iserlohn zu einem unterhaltsamen Willkommensabend.