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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
17.05.2018

Südwestfalen: Guter Nährboden für Existenzgründer

Sechs Gründer aus dem Raum Soest sichern sich Starthilfe von Profis

Soest. Für die Initialzündung einer Geschäftsidee braucht es keine trendige Umgebung. Die Gründungsszene in der Provinz – da geht noch was, finden die Kooperationspartner des „Start-up Innovationslabors Südwestfalen“ von Fachhochschule Südwestfalen und Uni Siegen. So haben sie am Mittwoch, 16. Mai, bei einem Scouting Pitch im Siegener Wolkenkuckucksheim gezielt nach den Hidden Champions von morgen gesucht. 18 Team- und Einzelgründer, darunter sechs, die von der Initiative SWICE an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest unterstützt werden, stellten dabei ihre Gründungsidee vor Publikum vor. Eine Jury prämierte die besten Einfälle.

Das South Westphalia International Center for Entrepreneurship an der FH in Soest will junge Gründer dabei unterstützen, ihre Idee marktreif zu machen. Die Region Südwestfalen bietet als drittstärkste Industrieregion Deutschlands einen kreativen Nährboden für Innovationen. Seit kurzem bündeln die Standorte Soest, Hagen und Meschede der Fachhochschule Südwestfalen und die Uni Siegen ihre Kompetenzen im Kooperationsprojekt „Start-up Innovationslabor Südwestfalen“. Dabei geht es darum, wissens- und technologiebasierte Gründungsvorhaben zu unterstützen. Über ein Jahr intensiv begleitet, ermöglicht das Programm Gründern, nützliche Kontakte zu knüpfen und gezielt ihr Start-up mit professioneller Unterstützung weiterzuentwickeln. Gefördert wird das Projekt mit NRW-Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Zum Auftakt sollten die passenden Gründer im Rahmen des Scouting Pitches gefunden werden. 18 Gründungsideen wurden eingereicht, darunter sechs unterstützt vom SWICE. „Die Arbeit der Initiative hat sich gelohnt. Ich bin wirklich beeindruckt, dass es so viele erstklassige Ideen in den Pitch geschafft haben“, so Prof. Dr. Andreas Gerlach. Bewertet wurden die Beiträge von Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Den Zuschlag erhielten insgesamt 10 Gründungen, darunter sechs aus dem Raum Soest. Maschinenbau-Studentin Doris Korthaus will das Maschinenbauunternehmen „KD Pumpen“ gründen, das einen neuartigen Typen von Drehkolbenpumpen produziert und vermarktet.
Die Köpfe des Unternehmens „Plantastisch UG & Co.KG“ wollen Produkte entwickeln und verkaufen, die das nachhaltige Gärtnern in der Stadt kultivieren, mit dem Ziel, die Versorgung von biologischen, nachhaltigen Nahrungsmitteln einfach zu machen.
Hinter „Shell4Cell“ steht die Idee, ein Gehäuse für ein vitro-Testsystem mit passendem Mess- und Testgerät zu entwickeln. Das Testsystem ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise in Form eines Wirksamkeitstests für Arzneimittel oder im Rahmen einer Reinheitsprüfung der Luft im Innen- und Außenraum. 
Dem Team von „Some.one“ schwebt ein Cyber Security Startup vor. Auf Basis von Blockchain Technologie wollen sie das Internet um ein offenes und sicheres Identitätsprotokoll erweitern. So können digitale Zwillinge für lebende Personen und elektronische Geräte erstellt und verwaltet werden.
Das Ziel der Gründer Björn Mauersberger und Michael Klaas von der „susatus GmbH“ ist es, ein Gerät zur Detektion frei eingebrachter Schrauben während einer Metallentfernung aus dem Körper eines Patienten zu entwickeln.
Um die Feinstaubbelastung wollen sich auch die Macher von „DEPULVIS“ kümmern. Sie entwickeln ein Messgerät zur Erfassung der Belastung und bieten individuelle Lösungskonzepte für Kommunen an, beispielsweise in Form intelligenter Ampelsteuerungen oder betrieblicher Lüftungsanlagen.  

Die Gewinner haben die Jury mit ihren Visionen überzeugt und sich eine Platz im Programm „Startup Lab SWF“ gesichert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet im kommenden Jahr eine intensive Coaching- und Mentoring-Phase mit dem Ziel, die Start-ups reif für Investoren und Förderprogramme zu machen. Unter anderem erhalten sie im Rahmen so genannter „Growth-Weekends“ ein kompaktes Coaching und Möglichkeit zur Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft.   

Weitere Informationen zum Programm unter www.startuplab-swf.de oder www.facebook.com/StartupSWF.