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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
15.05.2018

„Ingenieure machen die Welt ein Stückchen besser“

FH Südwestfalen startet Marketing-Kampagne „Wir sind Maschinenbau“ Student Oliver Berchem über Mathe, Vielseitigkeit und MacGyver

Soest. Ein Job in der Automobilbranche, in der Luft- und Raumfahrt oder in der Forschung wäre nice? Maschinenbauingenieurinnen und –ingenieure sind durch ihr Studium vielseitig einsetzbar. Auch für Oliver Berchem begann der Weg mit einem Maschinenbaustudium an der Fachhochschule Südwestfalen. Als Lehrkraft verschafft er Studierenden heute den Durchblick in Mathe und Technischer Mechanik. Im Interview verrät er, warum der Maschinenbau für ihn die beste Wahl ist.

Warum haben Sie sich für ein Maschinenbau-Studium entschieden?
Oliver Berchem: Nach der Schule habe ich mir überlegt, was kann ich gut? Also habe ich zunächst Mathematik an der TU in Dortmund studiert, bin dann nach vier Semestern aber zum Maschinenbau an die FH nach Soest gewechselt. Mathe war mir zu theoretisch, ich wollte lieber etwas Anwendungsorientiertes machen, ein vollwertiger Ingenieur werden.

Viele haben Respekt vor dem mathematischen Anteil, zu Recht?

Oliver Berchem: Die Mathematik der Ingenieure ist nicht einfach. Respekt ist aber von großem Vorteil. Denn wenn man seine Schwächen an einer Stelle erkannt hat, hängt man sich umso mehr rein und schafft es am Ende auch. Ich habe zum Beispiel mit anderen in gemischten Lerngruppen gelernt, in der „Experten“ aus allen Bereichen zusammengekommen sind. Ich war eben gut in Mathe. Wir halfen uns gegenseitig in den Bereichen, wo es ein bisschen gehakt hat und haben uns effizient ergänzen können. Wir haben uns immer gesagt, ‚das haben schon genug Leute vor uns auch geschafft!‘    

Was hat Ihnen am Maschinenbau-Studium an der FH besonders gut gefallen?

Oliver Berchem: Von Freunden war mir die Fachhochschule Südwestfalen in Soest als „gutes Sprungbrett“ empfohlen worden. Kaum eine andere FH bereite so gut auf ein Masterstudium vor. Was die Lehre angeht, gefällt mir besonders, dass die Professoren aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung sehr viel Praxiswissen in die Lehre einfließen lassen können. Wenn wir etwas Neues lernen und uns fragen, wofür wir das später im Job brauchen, können uns die Profs immer sofort ein praktisches Anwendungsbeispiel nennen. Klar gibt es einen Studienplan, aber man hat über Wahlpflichtmodule und die Entscheidung für eine Vertiefungsrichtung die Möglichkeit, sein Studium individuell zu gestalten. Und nicht zuletzt gefällt mir die sehr familiäre Atmosphäre hier. Dir Professoren haben immer ein offenes Ohr, der Kontakt zu den Angehörigen des Fachbereichs ist sehr gut und persönlich. Das ist der Vorteil einer Hochschule mit nicht zu vielen Studierenden. 

Sie möchten noch den Masterabschluss machen und studieren derzeit im Verbund Maschinenbau am Standort Meschede der FH. Und sonst so?  

Oliver Berchem: „Hauptberuflich“ arbeite ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik in Soest. Ich leite dort die Übungen in Mathematik und bin Leiter des Lernzentrums StudiPoint. Gemeinsam mit meinen Kollegen möchte ich Studierende unterstützen, die Schwierigkeiten in den Bereichen Mathe, Physik und Mechanik haben. Im Wintersemester 2016 wurde der StudiPoint eingeführt und ist zu einer viel genutzten Anlaufstelle für Studierende geworden. Neben der fachlichen Aufbereitung wollen wir den Übergang von Schule zum Studium erleichtern, aber auch jenen helfen, die schon länger aus der Schule raus sind, weil sie erst eine Ausbildung gemacht oder berufliche Erfahrung gesammelt haben.

Sie sind einer der Hauptdarsteller unserer Kampagnen-Filme. Warum mussten Sie bei dem Rollenangebot nicht lange überlegen?

Oliver Berchem: Ich bin stolz darauf, was ich gelernt habe. Als ich meine Abschlussprüfung bestanden habe, hat mich meine Mutter zuhause mit den Worten begrüßt: ‚Guten Tag, Herr Ingenieur.‘ Das war ein unfassbar gutes Gefühl! Ingenieur – da denkt man sofort an MacGyver. Der braucht nur eine Rolle Klebeband und ein Taschenmesser und schafft damit Unglaubliches. „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!“ Das macht den Beruf für mich so attraktiv.

Ingenieure entwickeln Lösungen für Alltagsprobleme und machen die Welt damit ein Stückchen besser. Abstraktes Denken ist da gefragt und deshalb ist Mathe auch so wichtig. (lacht)

Würden Sie bitte folgenden Satz vervollständigen: Maschinenbau ist…

Oliver Berchem: … die ideale Mischung aus technischem Know-how und Kreativität.

„Wir sind Maschinenbau“ ist der Titel der neuen Marketing-Kampagne für den Maschinenbau an der Fachhochschule Südwestfalen. Studierbar ist der Studiengang an den Standorten Iserlohn, Meschede und Soest. Mehr Informationen zum Maschinenbau an der FH und mehr von Oliver Berchem gibt es übrigens im Film zur Initiative unter www.wirsindmaschinenbau.de.