Pressemitteilung-Detail

12 Euro für ein Paar Schuhe
Hagener Studierende zurück von Indienexkursion
Alle zwei Jahren starten Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen zu einer großen Exkursion in alle Welt. Nachdem in der Vergangenheit China, Südamerika und Afrika Exkursionsziele waren, standen in diesem Jahr Indien, Nepal und Bangladesh auf dem Programm. Geleitet wurde die Exkursion auch diesmal wieder von Prof. Dr. Gunther Bamler, der das Lehrgebiet Auslandsabsatz und –produktion vertritt.
Alle zwei Jahren starten Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen zu einer großen Exkursion in alle Welt. Große Exkursion deshalb, weil die "kleine" jedes Jahr nach Boston und New York führt. Nachdem in der Vergangenheit China, Südamerika und Afrika Exkursionsziele waren, standen in diesem Jahr Indien, Nepal und Bangladesh auf dem Programm. Geleitet wurde die Exkursion auch diesmal wieder von Prof. Dr. Gunther Bamler, der das Lehrgebiet Auslandsabsatz und –produktion vertritt.
Im Mittelpunkt der Studienreise standen nicht die touristischen Attraktionen, wenn auch die eine oder andere am Rande besucht wurde, sondern vielmehr Hochschulkontakte und Firmenbesichtigungen. So gab der Besuch der Banaras Hindu University in Varanasi den deutschen Studierenden ausreichend Gelegenheit mit indischen Kommilitonen und Professoren über das alltägliche Leben an dieser Uni, aber auch über das Leben in dieser hektischen Stadt am Ganges zu diskutieren. Beiläufig erfuhren sie, dass es für Inder eine große Ehre ist, an einer derartigen Universität zu studieren. Ebenfalls in Varanasi beheimatet sind die Diesel Locomotive Works, ein staatliches Werk, in dessen weitläufigen Fabriken indische Lokomotiven sowohl mit dem technischen Know-how aus den 60er Jahren als auch nach neuestem Stand der Technik gebaut werden. Zu dem 89 Hektar großen Firmengelände gehört auch eine werkseigene Stadt, in der die Mitarbeiter unter deutlich besseren Bedingungen leben, als es außerhalb in der Stadt der Fall ist. Sogar eine Krankenhaus mit 105 Betten zählt dazu.
Der Besuch einer Schuhfabrik in Madras, dem indischen Zentrum der Lederverarbeitung informierte die Studierenden über den gesamten Produktionsprozess von Schuhen, angefangen von der Bearbeitung der Tierhäute, über das Ausstanzen der Lederstücke bis zur Herstellung des fertigen Schuhs. Als krönenden Abschluss konnten sich die Hagener für umgerechnet 12 Euro passende Schuhe direkt aus der Herstellung aussuchen. Des weiteren wurden noch eine Textilfabrik sowie die Filiale von LSG Sky Chef, einem weltweit agierenden Catering Unternehmen für Fluggesellschaften besichtigt.
Pech hatte die Gruppe dagegen mit den vorgesehen Gesprächsterminen bei den Botschaften, Konsulaten und Auslandshandelkammern, die sich letztlich doch nicht realisieren ließen. Auch der geplante Höhepunkt, eine Essenseinladung in der Residenz des Deutschen Botschafters von Bangladesh, platzte ebenso, wie der Besuch des ganzen Landes aufgrund einer völligen Überbuchung des Fluges, die es den Hagenern unmöglich machte, als gesamte Gruppe nach Bangladesh einzureisen.
Nach zwei Wochen Indien und Nepal fällt die Umstellung aufs Studium im vergleichsweise beschaulichen Hagen nicht leicht. Die auf der Exkursion gesammelten neuen Erfahrungen und Eindrücke, darin waren sich alle Teilnehmer einig, werden sie aber auch in ihrem weiteren Studium und beruflichen Leben verwenden können.