Pressemitteilung-Detail

Abschied von der Hochschule
Prof. Dr. Walter Roth tritt in den Ruhestand
Iserlohn. Nach fast 29 Jahren als Hochschullehrer im Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn wurde Prof. Dr. Walter Roth jetzt von Kollegen und Wegbegleitern in den Ruhestand verabschiedet.
Mit Prof. Dr. Walter Roth verlässt nicht nur ein ausgewiesener IT-Experte, sondern auch ein sehr engagierter Hochschullehrer die Fachhochschule. Ob als Dekan des Fachbereichs Informatik und Naturwissenschaften oder als Wegbereiter für internationale Hochschulkooperationen in Russland und Namibia: Walter Roth hat sich stets für die Fachhochschule und für seine Studierenden eingesetzt.
Nach Studium an der TU Hannover und Promotion an der RWTH Aachen wechselte Prof. Roth in die Industrie zur ELMOS GmbH nach Dortmund. 1989 nahm er einen Ruf an die damalige Märkische Fachhochschule an. Im Studiengang Informatik war er zuletzt für die Bereiche IT-Sicherheit, Programmierung und Nachrichtentechnik zuständig. Daneben hat er sich auch außerhalb der Hochschule als Experte unter anderem für Electronic Banking einen Namen gemacht. Unter der Bezeichnung „MoneyPenny“ hat er ein Programm entwickelt, das Homebanking mit höchstem Sicherheitsstandard und einfacher Bedienung ermöglicht. Und seit Ende letzten Jahres können die Besucher des Heinz Nixdorf MuseumsForum dort anhand seiner 3 D-Simulation einer Enigma das Ver- und Entschlüsseln von Nachrichten ausprobieren. Als Dekan setzte er sich für die Einführung der Informatik-Studiengänge am Standort Iserlohn ein.
In seinem Berufsleben hat Prof. Roth die Entwicklung der Informationstechnik miterlebt und schnell erkannt, dass dies auch Auswirkungen auf die Demokratie und für die Bürgerinnen und Bürger hat. Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Villigst hat er für Studierende eine Tagungsreihe ins Leben gerufen. Zusammen mit anderen Experten diskutieren die angehenden Informatikerinnen und Informatiker dort regelmäßig auch die gesellschaftlichen Aspekte und mögliche Gefahren der Informationstechnologie. "Unsere Aufgabe als Hochschule ist nicht nur die fachliche Ausbildung. Wir müssen unseren Studierenden aus der Informatik, aber auch aus anderen Studiengängen, einmal einen Blick über den technischen Tellerrand hinaus ermöglichen und sie anregen, sich auch mit den Auswirkungen der Entwicklung neuer Technologien zu beschäftigten“, ist Roth überzeugt.
Auch im Ruhestand löst sich Prof. Roth nicht so ganz aus dem akademischen Leben. Neben einem Lehrauftrag wird er sich auch seinem neuen Projekt „Eta-Energy-Monitoring“ weiter widmen. Dabei geht es um die Überwachung haustechnischer Anlagen in kommunalen und industriellen Gebäuden mit dem Ziel, unnötige Verbräuche von Strom, Gas, Öl und Wasser zu vermeiden. Dennoch soll es jetzt auch mit den neuen Wohnmobil in die Welt gehen und mit dem Segelflugzeug auch öfters mal in die Luft.