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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
28.03.2018

Neues 3D-Druckzentrum an der Fachhochschule

Forschung und Lehre am Puls der Zeit – Dienstleistungen für Unternehmen

Soest. An der Fachhochschule Südwestfalen in Soest entsteht ein neues 3D- Druckzentrum. Ausgestattet mit modernsten Anlagen, sollen gegen Ende des Jahres nahezu alle gängigen 3D-Druckverfahren angewendet werden können. Damit entstehen nicht nur neue Möglichkeiten für Forschung und Lehre, die Hochschule will auch eng mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft zusammenarbeiten.

Der Bau der gut 130 Quadratmeter großen Halle in direkter Nachbarschaft zum Kfz-Labor ist bereits abgeschlossen. Schon bald sollen hier vier neue Anlagen, die sowohl mit Kunststoff- als auch Metallpulver drucken können, in Betrieb genommen werden. Mit einem Kompetenzzentrum 3D-Druck liegt der Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik am Puls der Zeit, wie Dekan Prof. Dr.-Ing. Andreas Brenke verdeutlicht: „Der 3D-Druck verändert alles! Die neuen, digitalisierten Möglichkeiten haben entscheidenden Einfluss auf die Produktentwicklung sowie die Produktion und Logistik und verändern grundlegend viele Geschäftsprozesse. Das Handwerkszeug, um diese Herausforderung später im Job managen zu können, ist ein wichtiger Inhalt in unserer Lehre, den wir mit dem neuen 3D-Druckzentrum weiter ausbauen können. “ Von der Investition in Millionenhöhe wird die gesamte Hochschule profitieren. Studiengangs- und standortübergreifend soll das neu gewonnene Wissen über die richtungsweisende Technologie in Lehre und Forschung einfließen.

Die Etablierung eines 3D-Druckzentrums nach modernstem Standard schafft zusätzlich Chancen, das bestehende Netzwerk zu Partnerunternehmen in der Region noch weiter zu intensivieren. Mit der bereits vorhandenen Lasersinteranlage stehen künftig drei Anlagen für Kunststoffexponate und zwei Anlagen für Modelle aus Metall nach unterschiedlichen Herstellungsprozedere zur Verfügung. Das Herzstück des Zentrums wird ein Drucker nach dem Pulverdüseverfahren. In einem effizienten Prozess lassen sich Bauteile aus zwei verschiedenen Werkstoffen herstellen. Besonders interessant ist das beispielsweise für die Konstruktion von Stahlwerkzeugen, wo eine tragfähige Kombination von verschleißfestem Werkzeugstahl und festerem Edelstahl erforderlich ist. „Mit der neuen Ausstattung sind fast alle gängigen 3D- Druckverfahren möglich. Unseren Partnern in der Industrie können wir nicht nur den reinen Druck anbieten, sondern zusätzlich Leistungen wie Beratung, Engineering, Werkstoffprüfung oder Konstruktion. Das gilt für Soest und für alle anderen Standorte der Hochschule.“, so Prof. Dr.-Ing. Jens Bechthold, Leiter des Zentrums.