Pressemitteilung-Detail

Auslandsemester in Bangkok
Klaudia Kasprzyszak verbrachte sechs Monate an der University of the Thai Chamber of Commerce
Bangkok. „Thailand ist sehr anders“, sagt Klaudia Kasprzyszak, die von August bis Januar ein Auslandssemester an der University of the Thai Chamber of Commerce in Bangkok absolviert hat. Eigentlich ist die gebürtige Polin mit deutschem Abitur ein Studium im Ausland gewohnt. Vor zwei Jahren hat sie das Studium an der Fachhochschule Südwestfalen begonnen - und zwar in Barcelona. Nach der erfolgreichen Bewerbung bei einem Armaturenhersteller studierte sie dual vier Semester beim Bildungspartner EDU España-Deutschland University Studies im Studiengang Wirtschaft.
Aber Bangkok ist nicht Barcelona. Statt der gewohnten 150 Kommilitonen studierte sie in Thailand unter Tausenden. Da die Universität dort früher anfängt, waren viele ihrer Mitstudierenden erst 17 oder 18 Jahre alt. Kasprzyszak wohnte in Uni-Nähe, trug eine Schuluniform. Eine Unterrichtseinheit dauerte drei Stunden, eine zehnminütige Pause legte der Lehrer fest. „Auch die Einstellung der Schüler ist dort anders“, meint die 21-Jährige. „Wenn eine ältere Person ihre Meinung sagt, hat sie automatisch recht.“ An der Universität versuchten die Lehrer deshalb, die Studierenden dazu anzuhalten, eine eigene Meinung herauszubilden und zu äußern.
Klaudia Kasprzyszak hat es in Bangkok gut gefallen. Sie empfand das Land als sicher, das Essen als lecker. In ihrer Freizeit konnte sie viel reisen und das Land entdecken. Mit ihren Kommilitonen verstand sie sich, wenn es auch aufgrund sprachlicher Barrieren manchmal kleinere Missverständnisse gab. „Das Unileben dort ist familiär, es gibt viele Aktivitäten von und mit Studierenden.“ Zum Beispiel hat sie an einer viertägigen, von der Universität finanzierten Exkursion nach Myanmar teilgenommen. „Wir haben dort Kindern einer Schule Laptops gebracht, Wände in der Schule bemalt, Möbel gebaut und mit den Kindern getanzt“, erzählt die Studentin. „Die Kinder haben uns groß angeschaut, weil wir so anders waren – so etwas erlebt man nicht, wenn man alleine hinfährt.“
Wie sie überhaupt auf Thailand gekommen ist? Kasprzyszak hat sich alle Partnerhochschulen der Fachhochschule Südwestfalen angesehen. Sie wollte auf jeden Fall raus aus Europa, nach Südamerika oder Asien. Da sie vor vier Jahren schon einen Schüleraustausch in einer thailändischen Gastfamilie verbracht hatte und die Anreise einfach ist, entschied sie sich für Bangkok. Neben wirtschaftlichen Fächern hat sie sich hier für „Thai Language and Culture“ eingeschrieben, um Sprache und Kultur verstehen zu lernen. „Aber um es richtig zu lernen, bräuchte ich länger.“ Durch den sonst englischen Unterricht und den Kontakt zu internationalen Studierenden konnte sie jedoch ihre Englischkenntnisse verbessern.
Ein Auslandsemester in Bangkok würde Klaudia Kasprzyszak jedem ans Herz legen. Thailand-Interessierten empfiehlt sie aber vor allem, sich gut zu informieren. Wie gesagt sei hier vieles anders, Bangkok eine Riesenstadt, Essen und Hygiene nicht zu vergleichen: „Thailand ist ein wunderschönes Land – aber eben nicht Europa.“
Hintergrund
Die University of the Thai Chamber of Commerce ist seit Anfang 2016 Partnerhochschule der Fachhochschule Südwestfalen. Über 20.000 Studierende verzeichnet die thailändische Partnerhochschule, die schwerpunktmäßig Wirtschaftsstudiengänge anbietet. Unterrichtet wird auf Englisch.
Der Weg ins Ausland steht allen Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen offen. Austauschprogramme mit Partnerhochschulen gibt es für alle Studiengänge. Bei der Organisation der Auslandsaufenthalte unterstützt das Akademisches Auslandsamt. Mehr Informationen: www.fh-swf.de