Pressemitteilung-Detail

Student der Fachhochschule Südwestfalen entwickelt Auditmethode für LANG & MENKE
Erfolgreiche Bachelorarbeit sorgt für mehr Transparenz und Prozessverständnis
Iserlohn. Paul Zeisler, Maschinenbaustudent an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, hat im Rahmen seiner Bachelorarbeit für das Unternehmen LANG & MENKE ein LPA ( Layered Process Audit) Audit entwickelt und umgesetzt. Das System wird mittlerweile erfolgreich in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens eingesetzt.
Mit 250 Mitarbeitern produziert das Familienunternehmen LANG & MENKE an drei Standorten in Hemer Präzisionsteile für die Automobil-, Elektro- und Haushaltsgeräteindustrie. Mit Hilfe eines LPA Systems möchte das Unternehmen seine Qualitätsstandards weiter ausbauen. LPA ist ein spezielles Audit, dessen grundlegende Methode von Daimler-Chrysler und Toyota entwickelt wurde. Damit soll die Umsetzung und Einhaltung von Prozessstandards in Organisationen durch alle Unternehmensebenen verbessert werden.
Grundlage für das bei LANG & MENKE eingeführte LPA war eine individuell entwickelte LPA-Checkliste mit Fragen und festgelegten Prüfpunkten. „Die Fragen für die Checkliste entstanden teilweise aus Vorgaben, die für den Fertigungsprozess wichtig sind, wie beispielsweise Prozess- und Funktionsbeschreibungen oder Verfahrens- und Arbeitsanweisungen. Aber auch Erfahrungen von Mitarbeitern, Führungskräften oder Kundenanforderungen können einfließen“, erklärt Paul Zeisler und zählt auch die Vorteile auf: „Es gibt es keine externen Auditoren und die Methode ist mit relativ geringem Aufwand verbunden. Sie führt zu mehr Prozessverständnis, einem höheren Bewusstsein für Prozessvorgaben und zur lösungsorientierten Kommunikation bei den Mitarbeitern“.
Pilotbereich für die Einführung war die Stanz-Biege-Abteilung. Mit Hilfe der Fragebögen und der Checklisten wurden unter anderem Abweichungen am Arbeitsablauf oder defekte Zuführ- oder Transportbänder in der Produktion erkannt. Das System stieß zunächst bei den Mitarbeitern auf Skepsis, aber „nach entsprechenden Schulungen und ein wenig Überzeugungsarbeit haben sie festgestellt, dass es um den Prozess und um Transparenz geht“, berichtet Zeisler. Inzwischen kommt das System in drei weiteren Abteilungen bei LANG & Menke erfolgreich zum Einsatz.
Betreut wurde die Bachelorarbeit von Prof. Dr. Klaus-Michael Mende, der das Lehrgebiet Industrial Engineering an der Fachhochschule Südwestfalen vertritt. Er sieht viele positive Aspekte durch die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Unternehmen: „ Alle Beteiligten profitieren gleichermaßen durch diese Zusammenarbeit. Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure sammeln wichtige betriebliche Erfahrungen und die Unternehmen profitieren von dem Wissenstransfer im Rahmen der Abschlussarbeit“.