Pressemitteilung-Detail

Forschungsmarathon auf Gran Canaria
Studenten der Fachhochschule Südwestfalen beteiligten sich am Makeathon und bauten eine autonom agierende Wetterstation
Iserlohn. Ins Schwitzen gerieten die vier Studenten der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn in der vergangenen Woche nicht nur aufgrund der schon recht sommerlichen Temperaturen auf Gran Canaria. Vielmehr wurde ihnen in vier Tagen ein Kreativitätsmarathon abverlangt, der höchste Konzentration und Ideenreichtum bis spät in die Abendstunden erforderte. Bereits zum zweiten Mal nahm die Fachhochschule Südwestfalen an der internationalen Veranstaltung Makeathon auf Gran Canaria teil, die in diesem Jahr unter dem Motto „Smart and Green“ in die Zukunft stand.
Morten Schröder, Max Falkenberg, Simon Huckfeldt und Hevi Cakim, alle studieren im 5. Semester Mechatronik in Iserlohn, sind quasi schon Experten beim Makeathon. Letztes Jahr haben sie bereits an einer ähnlichen Veranstaltung in München teilgenommen und erste Erfahrungen mit diesem Veranstaltungsformat gewinnen können. In diesem Jahr zählten sie zu den 167 Studierenden von 39 Universitäten aus 7 verschiedenen Ländern, die während der Veranstaltung ihre Erfahrungen und Ideen austauschten und innovative smarte Prototypen für ein besseres Ökosystem entwickelten. Denn das war das Ziel der von ITQ veranstalteten und von namhaften Firmen wie AMK, B&R, Mathworks, Phoenix Contact, Coca Cola, Leoni und vielen anderen gesponserten Veranstaltung: Unternehmen und Studierende in Kontakt zu bringen und in kürzester Zeit kreative Prototypen für neue Produkte zu entwickeln.
Das FH-Team entschied sich zum Bau einer autonom agierenden Wetterstation. Zu diesem Zweck suchten sich die Studierenden Kommilitonen von den TUs in München und Erlangen, die die erforderlichen Programmerkenntnisse einbringen konnten. Aus vor Ort zur Verfügung gestellten Komponenten entstand ein Prototyp eines Wetterroboters, der über eine Handy-APP steuerbar und mit GPS sowie Sensoren ausgestattet, autonom Umweltdaten eines Geländes aufnehmen kann. Die gewonnenen Messwerte werden automatisch in der Cloud abgelegt, wo sie abgerufen und auf verschiedene Weise visualisiert werden können. „Ein Einsatzgebiet wäre beispielsweise die Suche nach der bestmöglichen Positionierung von Solaranlagen in einem Gelände. Unser Wetterroboter könnte die optimale Sonnenausrichtung feststellen“, erklärt Simon Huckfeldt. „Vieles mussten die Studierenden improvisieren, da das passende Material vor Ort nicht vorhanden war, beispielsweise gab es kaum 3 D-Druck-Kapazitäten“, berichtet Prof. Dr. Tobias Ellermeyer, der die Studierenden gemeinsam mit Prof. Ulrich Lehmann begleitet hat.
Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation der Prototypen vor den rund 300 anwesenden internationalen Gästen und Unternehmen, darunter auch viele Vorstandsvertreter. Dies übernahm Simon Huckfeldt, der damit auch erstmalig in die Rolle eines Verkäufers schlüpfen musste: „So etwas ist für einen angehenden Ingenieur erst einmal ungewohnt“. Überhaupt mussten sich alle vier Studenten daran gewöhnen, jeden Abend zwei Minuten lang die Fortschritte ihres Projekts darzustellen und sich dabei auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Profitiert haben die Studierenden von der Veranstaltung in mehrerer Hinsicht: Sie konnten in einem engen Zeitrahmen ihr Improvisationstalent und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen, haben Präsentieren geübt und darüber hinaus auch Kontakte zu vielen innovativen Unternehmen knüpfen können, die die Veranstaltung natürlich auch zur Nachwuchsrekrutierung nutzten. „ Wir hoffen, dass die Fachhochschule die Teilnahme an solchen Veranstaltungen auch weiterhin unterstützt“, resümiert Hevi Cakim, „denn die Erfahrungen, die wir dort gemacht haben, haben für uns einen enormen Mehrwert“.