Pressemitteilung-Detail

Lager-Digitalisierung in Echtzeit hält Einzug bei ESM
Iserlohner Student optimiert Lagerhaltung
Iserlohn/Ennepetal. In Kooperation mit der Ennepetaler Schneid- und Mähtechnik GmbH & Co. KG (ESM) hat Jan Ochterbeck, Maschinenbaustudent der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, im Rahmen seiner Bachelorarbeit die Lagerhaltung in dem Unternehmen erfolgreich optimiert. Zur vollen Zufriedenheit von Geschäftsführer Karl-Richard Strohn, der den Jungingenieur sofort als Projektingenieur einstellte.
Seit 1974 besteht die die Firma ESM. Als Maschinenbauunternehmen fertigt und vertreibt das Unternehmen Systemlösungen für die Aufgabenfelder Schneiden, Mähen und Ernten. „Unsere Kunden haben eine Vielzahl unterschiedlichster Ansprüche“, weiß Geschäftsführer Karl-Richard Strohn: „Von der Anwendung mittels Arbeitspferden bei den Amish in USA über diverse Sonderschneid- und Erntetechniklösungen über und unter Wasser bis hin zu High-Tech Mähkombinationen für den hochalpinen Einsatz reicht das Produktportfolio, das ESM vor Ort entwickelt, fertigt und global vertreibt.
Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat sich FH-Student Jan Ochterbeck mit der Optimierung der Ein- und Auslagerungsprozesse und der Einführung einer mobilen, digitalen Datenerfassung beschäftigt. „ Meine Aufgabe bestand darin, die mittels Software gesteuerte Lagerverwaltung von Papier auf eine mobile digitale Datenerfassung umzustellen. Gleichzeitig habe ich das Lagerkataster optimiert“, berichtet Ochterbeck. Er entwickelte zunächst ein strategisches Konzept. Das beinhaltete systematische Lagerplatzbezeichnungen aus Buchstaben und Ziffern. Alle Lagerbereiche wurden farblich unterschiedlich gekennzeichnet. Sämtliche Lagerplätze erhielten mittels Barcode eine eindeutige Benennung. Wege wurden optimiert und mittels programmierter Rechenformeln in die Lagerverwaltungs-software integriert. Anstelle von Papier kommen nun WLAN-basierte mobile Datenerfassungsgeräte zum Einsatz. Diese melden die Ein- und Auslagerungsprozesse in Echtzeit zurück. Ochterbeck erklärt die Vorteile der Umstellung: „ Die Mitarbeiter wissen jetzt genau, wo welche Teile lagern und in welcher Reihenfolge diese zu entnehmen sind. So führen 30 bis 60 Prozent kürzere Wege und verringerte Entnahmezeiten zu einer deutlichen Kosteneinsparung und wir schaffen mehr Transparenz im Lager. Mittels mobiler Datenerfassung wissen wir in Echtzeit, wo welcher Teilebestand gerade liegt“.
Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Klaus-Michael Mende. Viele seiner Studierenden arbeiten bei ihrer Abschlussarbeit mit heimischen Unternehmen zusammen. „Von dieser Kooperation profitieren Wirtschaft, Hochschule und Studierende im gleichen Maße“, ist er überzeugt