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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
27.01.2014

Soester Absolvent erhielt Dr. Kirchhoff-Preis

Erfolgsgeschichte: Vom Hauptschüler zum mehrfach ausgezeichneten Ingenieur. Verleihung im Rahmen des Jahresempfangs der Fachhochschule Südwestfalen

Soest. Der Soester Master-Absolvent Thorsten Vogt wurde im Rahmen des Jahresempfangs der Fachhochschule Südwestfalen mit dem Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. FH-Vizepräsident Prof. Dr. Erwin Schwab ehrte die insgesamt drei Preisträger am Standort Meschede, wo die Veranstaltung turnusgemäß stattfand.

Neben Thorsten Vogt wurden Jan-Lucas Kerkenberg vom Standort Hagen und Andreas Mester vom Standort Meschede mit dem diesjährigen Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. Die gleichberechtigten Auszeichnungen sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert. Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e.V. stiftet den Preis in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektro-Industrie. Er wird einmal im Jahr an Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen vergeben, die in ihrer Studienabschlussarbeit hervorragende Leistungen erbracht haben. Preisträger vom Standort Soest ist Thorsten Vogt, der sein Duales Studium im Rahmen des Soester Modells in Kooperation mit der AEG Power Solutions GmbH in Warstein-Belecke absolviert hat. Im Rahmen seiner Masterarbeit, die von Prof. Dr. Peter Thiemann betreut wurde, entwickelte er eine zeitdiskrete Zustandsregelung für Hochleistungs-Netzsimulatoren, die durch ihre Eigenschaften optimal auf den Einsatz in einem Netzsimulator angepasst wurde. Dieser Netzsimulator mit einer max. Leistung von 250 kVA, der im Prüffeld der AEG Powersolutions in Warstein zum Einsatz kommt, ahmt ein gestörtes Stromnetz nach, um Geräte und Anlagen auf ihre Funktionssicherheit zu testen. Zur Realisierung eines solchen Gerätes sind die Anforderungen an die Echtzeit- Signalverarbeitung hoch, deshalb wurde programmierbare Hardware (FPGA=field programmable gate arrays) in Kombination mit leistungsfähigen Mikrocontrollern eingesetzt, zusätzlich wurde eine komfortable PC-Bedienoberfläche entwickelt, auf der man die gewünschten Verläufe der Netzspannung eingeben kann. Die Arbeit ist ein weiteres Beispiel für den Wandel in der Elektrischen Energietechnik: "Zur Lösung heutiger komplexer Probleme braucht man eine anspruchsvolle Kombination aus Leistungselektronik, Signalverarbeitung, Mikroprozessortechnik und Software" erläutert Betreuer Prof. Dr. Peter Thiemann. Genau auf diese spannenden Zukunftsaufgaben bereiten die Soester Studiengänge des Fachbereichs Elektrische Energietechnik vor - anerkannt von Industrie und hervorragenden Rankings. Preisträger Vogt hatte bereits für seine Bachelorarbeit einen Förderpreis des Unternehmensverband Westfalen-Mitte e.V. (UVWM) erhalten. Nach Erwerb der Fachoberschulreife an der Hauptschule Winterberg absolvierte der 30-jährige Briloner jeweils eine Ausbildung Hörgeräteakustiker und zum Augenoptiker und erlangte am Berufskolleg Olsberg das Fachabi. Sowohl den Bachelor als auch den Master legte Vogt am Soester Fachbereich Elektrische Energietechnik der Fachhochschule Südwestfalen ab. Heute ist der Briloner Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paderborn. Neben dem Studium engagierte sich Vogt zudem in verschiedenen Gremien der Hochschule. Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule und Gesellschafter der Kirchhoff Gruppe, ehrte die drei Preisträger persönlich mit einer Urkunde und einem Preisgeld von je 1500 Euro. FH-Vizepräsident Prof. Dr. Erwin Schwab stellte ihre Arbeiten vor und betonte, dass die ausgezeichneten Abschlussarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind. Aufgrund ihres hohen Innovationsgehalts leisteten alle Arbeiten einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für die beteiligten Unternehmen. So beschäftigte sich Jan-Lucas Kerkenberg vom Standort Hagen in seiner Abschlussarbeit mit der Wertstromoptimierung für Zukaufteile der Vaillant Group in Remscheid. Die Optimierung eines Reinigungsprozesses für CVT-Getriebekomponenten bei Fendt-Traktoren war Thema der Bachelorarbeit von Andreas Mester vom Standort Meschede.