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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
16.10.2013

Initiative für mehr regionale Lebensmittel in der Sauerländer Gastronomie

Iserlohnerin gibt Vermarktungs-Impulse für das Sauerland

Soest. Im Rahmen einer Studienabschlussarbeit am Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen wurde das Interesse der Gastronomie im Sauerland an regionalen Lebensmitteln untersucht.

Die Gastronomie im Sauerland steht einer Initiative zur Regionalvermarktung positiv gegenüber. Dies ist das Ergebnis einer schriftlichen Befragung, die die Soester Absolventin Katrin Schütz in ihrer Bachelorarbeit gemeinsam mit dem Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung (i.green) durchführte. "Die vielfältige Kulturlandschaft und der hohe Anteil an Kurzreisen und Tagesausflügen bieten die optimale Grundlage für die Vermarktung regional erzeugter Lebensmittel", stellt die Betreuerin Dr. Luisa Vogt bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse fest. Insgesamt wurden 110 gastronomische Betriebe befragt. Dabei reichte die Untersuchung von den Kreisen Olpe und Soest über den Hochsauerlandkreis bis hin zum Märkischen Kreis. Beliebteste Produkte seien hier Rind, Wild und Fisch und klassische landwirtschaftliche Produkte wie Eier und Kartoffeln sowie saisonale Obst- und Gemüsespezialitäten. "Regionale Lebensmittel werden immer häufiger vom Verbraucher nachgefragt", sagt Prof. Dr. Marcus Mergenthaler vom Soester Fachbereich Agrarwirtschaft. Grund für diese Entwicklung seien unter anderem wiederkehrende Lebensmittel-skandale sowie der Wunsch der Verbraucher nach Sicherheit und Transparenz. "Dieses Wertschöpfungspotenzial kann sich auch die Region Sauerland zu Nutze machen", so der Agrarökonom weiter. Um das Interesse einer regionalen Lebensmittelproduktion und Lebensmittelvermarktung für das Sauerland messbar zu machen, konzentrierte sich das Forschungsprojekt auf das Kommunikations- und Beschaffungsverhalten der einzelnen Gastronomiegruppen. "Am stärksten sprach sich das Segment der bürgerlichen heimischen und internationalen Gastronomie für eine regionale Vermarktung aus", berichtet Katrin Schütz. Über 60 Prozent der Betriebe seien an einer regionalen Vermarktungsinitiative interessiert und streben darüber hinaus eine langfristige Lieferverbindung zu regionalen Anbietern an. "Nachhaltige Liefervereinbarungen wiederum sind grundsätzlich für die landwirtschaftliche Direktvermarktung von Vorteil"a, erläutert die frisch gebackene Agrarwirtschaft-Absolventin. Für eine stärkere Identifikation mit der Region und den dort erzeugten Produkte empfiehlt Schütz eine kleinräumige Eingrenzung der Region Sauerland auf den Kreis Olpe, den Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis. Nun seien die Verbände in der Region aufgefordert, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wirtschaftspartnern zu stärken, die regionale Produkte erzeugen, verarbeiten und vermarkten. Einige Akteure aus der Region haben bereits ihre Unterstützung für die Entwicklung einer gastronomisch-landwirtschaftlichen Regionalvermarktungsinitiative angeboten. www.fh-swf.de/fbaw www.igreen.fh-swf.de Hintergrund Katrin Schütz, Autorin der Bachelorarbeit, beschäftigt sich seit Oktober mit der Ernte und dem Aufbau der Vermarktung von Streuobstwiesenprodukten beim Naturschutzzentrum Märkischer Kreis. Die Iserlohnerin studierte Agrarwirtschaft an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Ihr Bachelorstudium hat sie nach sechs Semestern mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Nach einem längeren Aufenthalt in Irland plant sie im nächsten Jahr die Aufnahme eines Masterstudiums. Betreut wurde die Bachelorarbeit von Dr. Luisa Vogt und Prof. Dr. Marcus Mergenthaler. Luisa Vogt verantwortet am Institut für Green Technology und Ländliche Entwicklung (i.green) der Fachhochschule Südwestfalen das Arbeitsgebiet Ländliche Entwicklung. Marcus Mergenthaler ist Professor für Agrarmärkte und Agrarmarketing am Soester Fachbereich Agrarwirtschaft. Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten im Bereich Tourismus und Regionalvermarktung finden Sie auf www.igreen.fh-swf.de Infos zum Agrarmarketing auf www4.fh-swf.de/de/home/ueber_uns/standorte/so/fb_aw/doz_aw/profs_aw/m ergenthaler/forschung_65/index.php.