Pressemitteilung-Detail

Forschungsgelder für die MFH
Mehr als eine halbe Millionen Mark fließen in diesem und den nächsten Jahren für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in die Märkische Fachhochschule. Die entsprechenden Bewilligungsbescheide erhielt die Hochschule jetzt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) sowie vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Mehr als eine halbe Millionen Mark fließen in diesem und den nächsten Jahren für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in die Märkische Fachhochschule. Die entsprechenden Bewilligungsbescheide erhielt die Hochschule jetzt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) sowie vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Rahmen des BMBF-Programms "Förderung anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen wurden drei Forschungsanträge der MFH bewilligt. Eine Projektförderung erhielt Prof. Dr.-Ing Rainer Herbertz, Leiter des Labors für Massivumformung für sein Vorhaben zur "Parametrischen Werkzeugkonstruktion". Um ein neues, innovatives "Korrosionsschutzverfahren für Magnesium" geht es in dem Forschungsprojekt von Prof. Dr.-Ing. Ralf Feser vom Labor für Korrosionsschutztechnik. Die Bedeutung von Magnesium als Leichtbauwerkstoff hat in den letzten Jahren insbesondere im Automobilbau deutlich zugenommen, da es sich beispielsweise gegenüber Kunststoff erheblich einfacher recyceln läßt. Einer weitergehenden Verwendung dieses Werkstoffes stehen bisher aber ungelöste Korrosionsprobleme entgegen. Bekannt ist, daß sogenannte Kontaktkorrosionseffekte das Korrosionsverhalten wesentlich beeinflussen. Hervorgerufen werden diese Effekte durch die Ausbildung von galvanischen Elementen, z.B. durch Ausscheidungen aus der Legierung oder durch Kontakt mit anderen Werkstoffen. Der Einfluß dieser Ausscheidungen soll nun durch eine hochauflösende Rasterkelvinsonde genauer untersucht und aufgeklärt werden.
Prof. Dr. Dieter Ihrig, Leiter des Labors für Umwelttechnik, erhielt Fördergelder für sein Projekt "Ersatz der PER-Entfettung durch Niederdruckplasma". Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines neuartigen, umweltfreundlichen Produktionsverfahrens: Die Reinigung bzw. Entfettung von Metalloberflächen soll kombiniert werden mit dem Auftrag von korrosionsschützenden Polymerschichten, die gleichzeitig als Haftgrund für die spätere Lackierung dienen. Damit würde dann die Reinigung mit dem krebserregenden Lösungsmittel PER überflüssig und wassergelöste Acryllacke würden besser haften. "Damit", so Prof. Dr. Ihrig, "können wir Umweltprobleme noch besser an der Wurzel packen. Abfälle und Schadstoffbelastungen sollen durch Entwicklung und Einsatz verbesserter Produktionsmethoden gar nicht erst entstehen."
Über Forschungsgelder vom nordhein-westfälischen Wissenschaftsministerium können sich die Professoren Dr. Hermann Johannes und Dipl.-Ing. Ulrich Lehmann freuen. Das anwendungsorientierte Forschungsvorhaben heißt "Neuronale Fuzzy-Logik für Mustererkennung, Meßwertanalyse und Regelung in der Automatisierungstechnik". Mittlerweile erscheint es machbar, menschliche Erfahrungen in Form von regelungstechnischem Expertenwissen und menschliche Lernfähigkeit in technischen Reglern abzubilden. Dadurch ist es möglich, den Wartungsaufwand für den störungsfreien Betrieb von Automatisierungssystemen zu verringern. Für kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiger Vorteil. In dem Forschungsprojekt geht es nun darum, einen Neuro-Fuzzy-Regler zu entwickeln, der vom Anwender einfach einzustellen und standardmäßig einsetzbar ist.