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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
15.04.1998

MFH stellt auf Hannover Messe INDUSTRIE aus

Neue Substanz für die Behandlung von HIV-Infektionen entwickelt

Eine neue Substanz, die im Labor für Biotechnologie der Märkischen Fachhochschule entwickelt wurde, verspricht die Wirksamkeit sowohl körpereigener Abwehrstoffe als auch die des AIDS-Medikaments AZT deutlich zu verstärken. Vorgestellt wird sie erstmals auf der Hannover Messe Industrie und zwar auf dem Gemeinschaftsstand der nordrhein-westfälischen Hochschulen in Halle 18, 1. OG, Stand M12. Mit dem Mittel wird es möglich sein, gegen die sogenannten Retroviren, zu denen beispielsweise das HIV-Virus zählt, wirkungsvoller als bisher vorzugehen. Die ,guten" Immunzellen werden somit erhöht und die Abwehrkräfte des Körpers gegen die Viren gestärkt. Die neue Substanz, ein Ergebnis biotechnologischer Forschung, ermöglicht es, die Dosierung des Medikaments AZT bei gleicher Wirksamkeit um 30% zu reduzieren. Hierdurch können die Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von AZT eintreten, wie erhöhte Anfälligkeit von Erkältungen oder neurologische Störungen, deutlich verringert werden. Entwickelt wurde dieser synthetisch herzustellende Molekülkomplex unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Henrich H. Paradies von der Märkischen Fachhochschule in Zusammenarbeit mit der Firma Symbio Herborn Group GmbH & Co., Herborn. Die Substanz befindet sich zur Zeit in der klinischen Prüfung und kann nach Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel in den Handel gebracht werden.