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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
27.08.2012

Tagung zur Gülle-Injektion beim Maisanbau

Soester Fachhochschule und GKB widmen sich der Gülle-Unterfußdüngung: Veranstaltung bietet aktuelle Versuchsergebnisse, praktische Erfahrungen, sowie technische Entwicklungen mit Praxisvorführungen

Soest/Bramsche. Vor dem Hintergrund teurer werdender Mineraldünger bekommt die Nährstoffversorgung mit Gülle und Gärresten eine zunehmend größere Bedeutung. Auf einer gemeinsamen Fachtagung am Freitag, 10. September in Bramsche stellen die Fachhochschule Südwestfalen und die Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung e. V. (GKB) das Thema Gülle-Unterfußdüngung zu Mais vor.

"Steigende Düngerkosten und Anforderungen des Umweltschutzes erfordern den noch effizienteren, bedarfsgerechteren und verlustfreieren Einsatz von Düngemitteln", verweist Tagungsorganisator Günter Stemann auf die Aktualität des Themas. Beim Maisanbau ist die sogenannte Unterfußdüngung ein weitverbreiter Standard: "Der Mineraldünger wird gleichzeitig mit der Saat und unterhalb des Saathorizontes eingebracht", beschreibt der Experte der Fachhochschule Südwestfalen den Status quo. Bei der Tagung geht es um die Übertragung dieses Ausbringverfahrens auf organische Dünger, also Gülle und Gärreste. "Die technischen Voraussetzungen haben sich rasant entwickelt und es wurden bereits überraschend positive Erfahrungen bei der wurzelnahen Platzierung von flüssigen organischen Nähstoffen gemacht", berichtet Stemann. Dies gilt insbesondere für das bodenschonende "Strip-Till"-Verfahren". Bei dieser Anbau-Methode wird auf den Einsatz des Pfluges verzichtet und der Ackerboden nur während des kombinierten Saat- und Düngevorgangs kurzzeitig und minimal geöffnet. Insbesondere für den Maisanbau wurden entsprechende technische Lösungen entwickelt. Damit eröffnet sich nun die Chance, die Substrate ohne gasförmige Verluste auszubringen und den Mineraldünger "Diammonphosphat" zu ersetzen. Nicht nur das Düngerkonto, sondern auch Phosphatbilanz viehhaltender Betriebe können auf diese Weise deutlich entlastet werden. Neben den ermutigenden Erkenntnissen aus pflanzenbaulicher Sicht werden die Auswirkungen auf die logistischen und technischen Aufwendungen thematisiert. Durch das steigende Interesse der Ackerbaubetriebe an organischem Dünger sowiedie wachsende Zahl an Biogasanlagen sind die Nährstoffströme in Form flüssiger Gärreste erheblich angestiegen. Effiziente Logistikketten für den Transport und die Ausbringung auf dem Feld bilden damit einen weiteren Schwerpunkt der Fachveranstaltung. In einer Technikpräsentation zeigen Landmaschinenhersteller neue Möglichkeiten des "Gülle-Schlitzens" auch im praktischen Feldeinsatz. Nähere Informationen erteilt der Fachbereich Agrarwirtschaft unter Tel. 02928/970020. Anmeldungen nimmt die Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung e. V. (GKB) entgegen: Frau Dr. Jana Epperlein Die Teilnahmegebühr beträgt 20 €, bzw. 10€ für Studierende und GKB-Mitglieder. Fachbereich Agrarwirtschaft | GKB EV | Hotel Bramsche Mo. 10.09.2012 | Fachtagung Unterfußdüngung mit Gülle im Mais: Möglichkeiten und Grenzen des Mineraldüngerersatzes Veranstaltungsort Hotel und Restaurant Idingshof, Bramsche Bührener Esch 1 Hotel Bramsche Oranisation Fachbereich Agrarwirtschaft Fachbereich Agrarwirtschaft Tel. 02928/9700-20 Anmeldung Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung e. V. (GKB) Tel. 03342 / 422-130 Frau Dr. Jana Epperlein Teilnahmegebühr 20 €, bzw. 10€ für Studierende und GKB-Mitglieder. Hintergrund: Das Strip-Till-Verfahren wurde in Nordamerika entwickelt und bietet sich für alle Reihenkulturen an. Auf der ganzen Welt wenden Landwirte die Methode bereits seit Jahren erfolgreich an. Zunächst für Regionen mit sensiblem Wasserhaushalt entwickelt, wird die pfluglose Landwirtschaft zunehmend auch in Deutschland praktiziert. Durch streifenförmige Lockerung des Bodens wird ein Wurzelraum geschaffen -pfluglos und ohne vorherige Beseitigung von Pflanzenresten. Beim "Gülle-Schlitzen", wie Praktiker die Gülleunterfußdüngung gern nennen, führt der Landwirt bei der Aussaat gleichzeitig organischen Dünger zu. Durch diese Art der Ausbringung vergast weniger Ammoniak, dies minimiert Verluste, schon die Umwelt und - angenehmer Nebeneffekt - bedeutet weniger Geruchsbelästigung. Vor dem Hintergrund des Klimawandels beschäftigen sich Hochschulen, Verbände und Praktiker mit dem zukunftsgerichteten Strip-Tillage-Verfahren, das zahlreiche Vorteile für Landwirte und Umwelt bietet: Extreme Witterungsereignisse wie Starkregen oder Trockenheit können abgepuffert werden; der "Organismus" Boden wird geschont und unterstützt; der Verbrauch von Wasser, Diesel und Dünger kann reduziert werden. Gülle-Injektion: Was leistet die Gülle-Unterfußdüngung zu Mais? Fachtagung der GKB - AG NRW Mo. 10.09.2012 | Bramsche Agenda 08:30 Uhr Anmeldung / Registrierung, Kaffee, Getränke 09:00 Uhr Begrüßung und Einführung 09:15 Uhr Unterfußdüngung mit Gülle im Mais: Möglichkeiten und Grenzen des Mineraldüngerersatzes Dipl. Ing. K.-G. Harms, LWK Niedersachsen Erste Erfahrungen und Versuchsergebnisse zur Unterfußdüngung von Mais in Gülle Dr. L. Laurenz, LWK Nordrhein Westfalen Praktische Erfahrungen zur Gülle-Unterfußdüngung Herr St. Knipper, Lohnunternehmen Schillmöller, Bakum 10:35 Uhr Kaffeepause 11:00 Uhr "X-Till" - Praxiserfahrungen zur Anwendung von "Strip-Tillage" in Verbindung mit der Gülle-Unterfußdüngung Herr Henning Ahlers, Fa. Vogelsang Technische Lösungen für die Streifenlockerung und Gülleinjektion der Fa. Kotte Dr. Stefan Kotte, Kotte Landtechnik 12:00 Uhr Diskussionsrunde 12:15 Uhr Mittagspause 13:30 Uhr Feldbegehung / Maschinenvorführung Spezielle Technik der Firmen Kotte und Vogelsang im praktischen Einsatz, Demonstrationsvarianten 15:00 Uhr Möglichkeit zur Werksbesichtigung bei der Firma Kotte ca. 16:00 Uhr Ende der Veranstaltung ORGANISATION Fachhochschule SüdwestfalenFachbereich Agrarwirtschaft Versuchsgut Merklingsen Dipl.-Ing. Günter Stemann Telefon: 02928 / 9700-20 Fax: 02928 / 9700-44 E-Mail: Herr Dipl.-Ing. Günter Stemann ANMELDUNG (erforderlich) Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung e. V. (GKB), Neuenhagen (b. Berlin) Dr. Jana Epperlein Telefon: 03342 / 422-130 Fax: 03342 / 422-131 E-Mail: Frau Dr. Jana Epperlein