Pressemitteilung-Detail

"Genau wie in Manhattan"
Teilnehmer der International Summer School Soest besichtigten Warsteiner Brauerei und HELLA Werk 4 in Hamm
Soest. "Ich bin begeistert über den Grad an Professionalität - das ist ja genau wie in Manhattan", äußerte sich der amerikanische Student Ralph Joseph Schubert bei der Besichtigung des Werks 4 der HELLA KGaA Hueck & Co. in Hamm. Nach zahlreichen Vorlesungen gehörten Werksbesichtigungen zum praktischen Programm der New Yorker Studentengruppe.
"European Business" lautete das Thema der International Summer School Soest. 14 Tage lernten die Master-Studierenden des New York Institute of Technology an der Fachhochschule Südwestfalen die europäischen Strukturen in Wirtschaft und Politik kennen. Neben Geldpolitik, Binnenmarkt und europäischer Integration standen natürlich auch tagesaktuelle Themen wie Staatsverschuldung und Schuldenkrise auf dem Lehrplan.
Bei HELLA besichtigte die Gruppe die Funkschlüssel-Produktion, die mit ihrer hochautomatisierten, mehrere hundert Meter langen Fertigungsstraße beeindruckte. In Hamm fertigt das Lippstädter Weltunternehmen Elektronik und Karosserietechnik. So bekamen die Studierenden auch einen Einblick in die Fertigung des BCM, dem elektronischen Gehirn moderner Autos. Unter der fachkundigen Führung von Dipl.-Ing. Michael Tacke aus dem Fabrikenservice und Marcus Kluge von der der Qualitätssicherung bekamen die Amerikaner ein gutes Verständnis von deutscher Ingenieurleistung.
Für das Curriculum zeichnete erstmals Dr. Dina Dreisbach verantwortlich. "Wir haben bewusst einen Fokus auf ökonomische Themen gelegt, weil hierzu auf amerikanischer Seite ein starkes Interesse besteht", erläutert die promovierte Volkswirtin. Da sie vorwiegend im internationalen Studiengang Business Adminstration with Informatics lehrt, bei dem die Veranstaltungen auf Englisch abgehalten werden, bedeutete die International Summer School keine sprachliche Umstellung für die Hochschullehrerin.
Vor vier Jahren hat Prof. Dr. Anne Schulz-Beenken den Intensivkursus nach dem Modell amerikanischer Summer Schools ins Leben gerufen. Sie ist weiterhin organisatorisch und inhaltlich beteiligt und führte die Studierenden beispielsweise in ihr Fachgebiet der Werkstofftechnik ein und begleitete sie auf der Exkursion nach Berlin.
Daneben standen VW und die Warsteiner Brauerei auf dem Programm. Nach vierzehn Tagen zogen die amerikanischen Studierenden ein rundherum zufriedenes Résumé, lobten etwa die Verbindung von Theorie-Praxis aber auch den unmittelbaren Kontakt zu deutschen Studierenden. "Ich hätte nicht gedacht, wie leidenschaftlich die Deutschen hinsichtlich ihres Bieres sind", antwortete Rocio Vasquez auf die Frage, was Sie an Deutschland am meisten erstaunt habe.