Pressemitteilung-Detail

Förderung von Wasserstoff-Pilotanwendungen
Stiftung BWT fördert Neuentwicklung mit 48.000 Euro
Soest. Die Stiftung zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technologie im Kreis Soest (BWT) fördert das Projekt Wasserstoff-Pilotanwendungen im mobilen und stationären Bereich mit 48.000 Euro. Einen entsprechenden Scheck übergab Landrätin Eva Irrgang als Vorsitzende des Stiftungsrats auf dem Hochschulcampus der Fachhochschule Südwestfalen in Soest jetzt Vertretern des Instituts für Technologie und Wissenstranfer (TWS).
Das Vorhaben steht im Zusammenhang der Regionale-Projekte "Südwestfälisches Energiezentrum Werl" (ursprüngliche Projektbezeichnung: Hybridkraftwerk Werl) und "Kompetenzplattform Energie und Klima Südwestfalen". Im Rahmen des Projektes sollen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien für innovative Nutzungen im mobilen wie auch im stationären Bereich erschlossen werden. Dabei werden konkret folgende Entwicklungsziele verfolgt: Innovative Antriebskonzepte und deren Umsetzung im Bereich der Elektromobilität auf Basis von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen sowie Konzepte für dezentrale, stationäre Versorgungssysteme mit hohen Anteilen regenerativer Energie unter Einsatz einer Zwischenspeicherung auf der Basis von Wasserstoff.
Für die aktuelle Projektentwicklung Südwestfälisches Energiezentrum Werl stellt dieser Forschungsansatz einen wichtigen Baustein dar und die Ergebnisse des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sollen in das herangereifte Regionale-Projekt überführt werden", betonte Prof. Dr. Karl-Heinz Müller, Geschäftsführer TWS, beim Termin mit der Verwaltungschefin.
Doktorand Dennis Böhm präsentierte der Landrätin im Wasserstofftechnologie- und Elektromobilitätslabor die Entwicklung eines Orthopädie-Scooters mit einem Antrieb auf Wasserstoffbrennstoffzellen-Basis mit Metallhydridspeicher. Das Fahrzeug wird primär aus der Brennstoffzelle betrieben und durch eine kleine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie bei Beschleunigungsfahrten und bei der Energierückgewinnung unterstützt. "Mit einer konventionellen Batterie hat das Fahrzeug eine Reichweite von 50 Kilometern, mit dem Metallhydridspeicher und der Wasserstoffbrennstoffzelle erweitert sich diese auf 100 bis 150 Kilometer. Der Scooter kann bis auf eine Spitzengeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern beschleunigt werden", erläuterte Böhm.
Dr. Jörg Scholtes (TWS), Projektleiter, ergänzte: "Zurzeit befindet sich die Entwicklung in der Optimierungsphase. Im Blickpunkt stehen Verbesserungen im Energiemanagementsystem und mechanische Optimierungen. In Kürze soll auch ein Smart, der momentan von der Firma BEA-tricks auf einen Elektroantrieb umgebaut wird, um einen Brennstoffzellenantrieb ergänzt werden, um die Reichweite von 120 auf 240 Kilometer zu verdoppeln."
Die Landrätin zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung. "Angesichts des demografischen Wandels bin ich davon überzeugt, dass es in Zukunft viele Fahrzeuge mit dieser Art von Antrieb auf unseren Straßen zu sehen gibt, zumal die Brennstoffzellen immer kleiner und billiger werden", ist sie vom Erfolg des Projektes überzeugt.
Informationen über die Stiftung BWT erhalten Interessierte bei der Geschäftsstelle im Kreishaus, Dr. Hermann Tenholt, Telefon 02921/302253, E-Mail hermann.tenholt@kreis-soest.de.