Pressemitteilung-Detail

Mit "Bubble Quanyx" für die berufliche Praxis üben
Studierende des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien präsentierten ihre Übungsfirma und ihr Produkt aus der Molekularküche
Iserlohn. Das Wissen umTechnisches Qualitätsmanagement und gute Herstellungspraxis können Studierende in Vorlesungen theoretisch erfahren. Oder sie gründen eine Übungsfirma mit den Abteilungen Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung und setzen sich praktisch mit den Themen auseinander. Genau diesen Weg beschreitet der Studiengang Bio- und Nanotechnologien bei der Ausbildung der Studierenden. Heute (22.06.2012) präsentierten die Studierenden ihre Firma "Bubble Quanyx" im Foyer der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn.
"Ohne Theorie ging es natürlich nicht", berichtet Projektleiter Prof. Dr. Kilian Hennes, "aber nach einer kurzen Einführung haben sich die zwölf Masterstudierenden in ihrer Übungsfirma selbständig und praktisch mit dem Prozessmanagement und der Prozessorganisation beschäftigt und sich dabei an internationalen Richtlinien orientiert". Bei der Ausbildung der Masterstudierenden hat der Fachbereich mit dem Konzept des problembasierten Lernens bereits gute Erfahrungen gemacht. Bei dieser Lernform steht eine spezielle Aufgabe im Vordergrund, für die die Studierenden weitgehend selbständig eine Lösung finden. In diesem Fall ging es um das Thema Technisches Qualitätsmanagement und gute Herstellungspraxis nach dem europäischen GMP-Leitfaden. Die Studierenden gründeten hierfür die Firma "Bubble Quanyx".
Vier Studierende waren für die Herstellungsabteilung verantwortlich, vier kümmerten sich die Qualitätskontrolle und vier weitere bildeten das Qualitätssicherungsteam. Natürlich musste auch ein Produkt her. Was lag näher bei Studenten der Bio- und Nanotechnologie, als ein Produkt aus der Molekularküche zu wählen: "Drops on the Beach", ein süßer Fingefood-Traum, stilvoll serviert auf einem Löffel.
"Von unseren Absolventen werden neben den rein fachlichen Kenntnissen auch Kenntnisse im prozessorganisatorischen Bereichen erwartet", weiß Prof. Hennes, "welche Anforderungen legt beispielsweise das Arzneimttelrecht bei Kontroll- und Herstellungsprozesses fest, unter welchen Voraussetzungen können Lieferanten akzeptiert werden, wie sollte es korrektes Dokumentenmanagement aussehen, wie führt man ein Risikomanagement durch".
Damit sind die Studierenden nun bestens vertraut und ganz nebenbei haben sie auch wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Unternehmensgründung oder Präsentationstechniken gesammelt. Unterstützt hat sie dabei der Iserlohner Unternehmensberater Thomas Graumann. Auch bei der heutigen Präsentation standen die Studierenden unter seiner Beobachtung. Sein Feedback über ihr Verhalten soll den Studierenden helfen, sich bei späteren Auswahlverfahren in Assessment-Centern besser zu präsentieren.