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Elektromobilität auf der Hannover-Messe
Entwicklungsprojekt des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik und Online Engineering GmbH, Dortmund
Soest. Auf dem Gemeinschaftsstand "ProduktionNRW" der Hannover Messe 2012 präsentiert die Fachhochschule Südwestfalen eine innovative Neuentwicklung zum Thema Elektromobilität: Prof. Dr. Jens Bechthold zeigt gemeinsam mit dem Dortmunder Unternehmen Online Engineering GmbH den Prototypen eines Elektro-Antriebskonzeptes für Fahrzeuge.
"Wir haben identische Ziele und sprechen die gleiche Sprache", begründet Matthias Markmann von der Online Engineering GmbH die Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen. Beide Partner hatten zuvor unabhängig voneinander ein dezentrales Antriebskonzept entwickelt. Der Fachbereich der FH Südwestfalen von konstruktiver maschinenbaulicher, das Dortmunder Unternehmen von elektrotechnischer Seite aus.
"Jedes Rad wird zugunsten der Effizienz separat durch ein einstufiges Planetengetriebe separat angetrieben", erläutert Prof. Dr. Jens Bechthold von der Soester Fachhochschule den Entwurf. Die konstruktive Basis des ausgestellten Prototyps entstand als Bachelorarbeit der Soester Absolventen Fabian Ehling und Andreas Ludwig. Über den Fachbereich Elektrische Energietechnik entstand der Kontakt zu der Online Engineering GmbH, die zufälligerweise zeitgleich an der entsprechenden Antriebslösung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge arbeitete.
Die bisher am Markt befindlichen Antriebskonzepte von Elektroautos setzen entweder auf die traditionelle, verlustbehaftete Getriebetechnik von Verbrennungsmotoren oder im Rad integrieren sogenannten Radnarbenmotoren. "Letztere bringen nicht gefederte Massen auf die Straße und ziehen zudem magnetische Metallpartikel und Schrott an, der sich auf der Fahrbahn befindet", erläutert Bechthold die Nachteile dieses Ansatzes.
Der ausgestellte Prototyp eines Elektro-Antriebskonzeptes für einen Smart bringt 45kW Spitzenleistung je Antriebsrad. Würde das Fahrzeug mehr Leistung vertragen, wären bei gleicher Motorbaugröße problemlos bis zu 100kW Spitzenleistung je Antriebsrad möglich.
"Wir setzen ein kompaktes Modul, bestehend aus permanent erregtem Synchron-Motor und integriertem Umrichter ein, der hochtourig dreht und damit eine sehr hohe Leistungs- und Drehmomentdichte erzielt. Zudem reduzieren wir den Einbauaufwand, Störquellen und die Menge kostenintensiver Kabel und Steckverbindungen im Fahrzeug", sagt Diplom-Ingenieur Markmann.
Das ehrgeizige Ziel ist die Maximierung des Wirkungsgrades des gesamten
Antriebsstranges , bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung. Der Wirkungsgrad des
Motors liegt hierbei bei über 96 Prozent.
Die Soester Maschinenbauer nehmen sich jetzt der mechanischen Ausrichtung, der Lagertechnik und Produktionsseite an. Dass die Online Engineering GmbH über das elektrotechnische Know-how verfügt, zeigt deren jüngstes Projekt: Für das Elektromotorrad Freeride E des vor allem im Motocross bekannten Herstellers KTM entwickelte das Dortmunder Unternehmen die gesamte Steuerungselektronik mit integriertem Umrichter und Gleichstromwandler, das sich derzeit in der Serienvorbereitung befindet.
Als zweites Projekt der Fachhochschule Südwestfalen stellt der Hagener Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik das Beleuchtungssystem GeoMess vor, an dem auch das Institut für Technologie- und Wissenstransfer (TWS) beteiligt ist.
FB Maschinenbau Soest
Online Engineering
TWS Soest
Pressemitteilung GeoMess auf der HannoverMesse:
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Hintergrund
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