Pressemitteilung-Detail

"Parlamentarisches Frühstück" an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn
Abgeordnete aus der Region diskutierten bei Kaffee und frischen Brötchen mit dem Hochschul-Präsidium
"Es war gut, konstruktiv und hat richtig Spaß gemacht", so lautete die spontane Bilanz von Präsident Professor Dr. Claus Schuster unmittelbar nach dem ersten "Parlamentarischen Frühstück", zu dem die Fachhochschule Südwestfalen jetzt die Parlamentarier aus der Region an den Standort Iserlohn eingeladen hatte.
Dabei hatte sich die Fachhochschule für die Premiere des "Parlamentarischen Frühstücks" wahrlich bewegte politische Zeiten ausgesucht. Wenn auch völlig unbeabsichtigt. Denn als die Gästeliste erstellt wurde, war freilich keineswegs absehbar, dass sich der NRW-Landtag wenige Tage vor dem Frühstücks-Termin auflösen würde. Zwei Mitglieder des bisher letzten NRW-Landtages ließen es sich dennoch nicht nehmen, ihren Zusagen Taten folgen zu lassen. Und so nahmen Angela Freimuth (FDP) und Wolfgang Exler (CDU) neben den Mitgliedern des FH-Präsidiums und den Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider (CDU), Johannes Vogel (FDP) sowie Rene Röspel (SPD) am ovalen Frühstückstisch Platz.
"Es freut uns sehr, dass Sie da sind. Es ist uns ein Bedürfnis, die Parlamentarier der Region zu informieren, was bei uns passiert", präzisierte Professor Schuster in seinem Begrüßungswort die Einladung. Anschließend skizzierte er die Erfolgsgeschichte der Fachhochschule Südwestfalen, untermauerte sie mit den "deutlich über dem Landesschnitt gestiegenen Studierendenzahlen" und strich unter anderem das Verbundstudium als erfolgreiches Modell zur Kombination von Studium und Beruf sowie als Aushängeschild der Hochschule heraus.
Den Übergang zur Diskussion leisteten dann Heinz-Joachim Henkemeier, FH-Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung sowie Prof. Dr. Erwin Schwab, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer. Henkemeier betonte, dass die Hochschul-Finanzierung zwar bis 2018 gesichert sei, bat darüber hinaus jedoch um eine baldige Entscheidung, welche finanziellen Mittel den Hochschulen nach 2018 zur Verfügung stehen. "Wir wünschen uns Planungssicherheit", so Henkemeier. Professor Schwab erneuerte hingegen sein Plädoyer, das er kürzlich als Sachverständiger im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung hielt. "Die Mittel für Forschung an Fachhochschulen sind nicht angemessen und müssen aufgestockt werden". In diesem Zusammenhang sprach sich Schwab für Forschungsprofessuren mit reduziertem Lehrdeputat aus.
Die Antworten der Politiker ließen nicht lange auf sich warten. "Die Länder sind mit ihren finanziellen Möglichkeiten am Ende", betonte Rene Röspel. "Bei der Finanzierung von Hochschule und Bildung scheint mir der Bund stärker gefordert." Dem wollte auch Dr. Matthias Heider nicht widersprechen. Er brachte jedoch eine weitere Alternative zur Sprache. "Es wäre nicht falsch, über Studienbeiträge nachzudenken", regte er an und erntete dafür die Zustimmung von Johannes Vogel.
"Wie sehen Sie sich für den Doppel-Abiturjahrgang im kommenden Jahr gerüstet?", wollte Wolfgang Exler wissen. Die Antwort löste dann bei allen Politikern ein anerkennendes Nicken aus. "Wir sind bestens aufgestellt, haben gute Vorarbeit geleistet", entgegnete Professor Schuster. "Wenn wir damit überhaupt ein Problem haben, dann ist es ein Parkplatz-Problem. Und auch das kriegen wir in den Griff."
Problemlos und in politisch etwas ruhigeren Zeiten läuft dann hoffentlich auch die Vorbereitung der Neuauflage des "Parlamentarischen Frühstücks". Dass es eine Wiederholung gibt, gilt angesichts der positiven Eindrücke als sicher. Offen ist hingegen der Zeitpunkt.