Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
15.03.2012

Ein attraktiver Ort zum Studieren

Neuer Studienort Lüdenscheid wurde eingeweiht

Lüdenscheid. Ende 2008 erhielt die Fachhochschule Südwestfalen den Zuschlag für den Aufbau eines Studienortes in Lüdenscheid. FH-Präsident Prof. Dr. Claus Schuster begrüßte rund 150 Gäste und Hochschulangehörige zur Einweihung und Schlüsselübergabe des neuen Gebäudes an der Bahnhofsallee.

Staatssekretär Helmut Dockter vom Wissenschaftsministerium betonte, dass das neue FH-Gebäude in Lüdenscheid der erste Neubau sei, der im Rahmen des landesweiten Fachhochschulaufbauprogramms errichtet wurde. Dem zunehmenden Fachkräftemangel könne man nur mit zunehmender akademischer Bildung begegnen, hierzu trügen insbesondere die berufs- und ausbildungsbegleitenden Verbundstudiengänge der Fachhochschule Südwestfalen bei. Auch Bürgermeister Dieter Dzewas und Kammerpräsident Harald Rutenbeck gaben in ihren Grußworten ihrer Freude über den erfolgreichen Projektabschluss Ausdruck. Dzewas hob hervor, dass bei dem neuen FH-Standort kein Kirchtumsdenken in der Region geherrscht habe: "Alle Bürgermeister der Nachbarstädte haben an einem Strang gezogen". Als innovatives Rückrat der Region bezeichnete Rutenbeck die Fachhochschule Südwestfalen. "Dieses Projekt zeigt, dass die Region Kräfte bündeln und Positives bewirken kann". 322 Studierende und 11 Professorinnen und Professoren werden zu Beginn des Sommersemesters den Neubau mit Leben füllen. In Lüdenscheid bietet die Fachhochschule Südwestfalen Studiengänge aus den Bereichen Maschinenbau, Gebäudesystemtechnologie, Kunststoff- und Medizintechnik an, zwei davon als ausbildungs- oder berufsbegleitende Verbundstudiengänge. Die neuen Lüdenscheider Studierenden haben bereits ihre ersten Studiensemester an den Standorten Hagen und Iserlohn sowie im Lüdenscheider Kunststoffinstitut verbracht. Langfristig bietet der Neubau Platz für 500 Studierende. Das neue Hochschulgebäude, das in einer Rekordbauzeit von nur neun Monaten errichtet wurde, stellte Heinz-Joachim Henkemeier, Vizepräsident für der Wirtschafts- und Personalverwaltung der Fachhochschule Südwestfalen den anwesenden Gästen vor. Die architektonische Planung des rund 6 Mio. Euro teuren Neubaus stammt von den Hagener Architekten Feldmeier und Wrede. Insgesamt 2000 m2 Hauptnutzfläche verteilen sich auf vier rechtwinklig angeordnete Geschosse. Zur Schaffung von Stellplätzen wurde das Erdgeschoss teilaufgeständert. 25 Büros für Professoren und Mitarbeitern wurden eingerichtet. Für Lehre und Forschung stehen 14 Labore und Multifunktionsflächen zur Verfügung. In den nächsten Wochen werden die Labore, darunter auch ein Demonstrations-OP, eingerichtet. Die energetisch hochwertige Fertigbauweise erlaubt ein flexibles Raumkonzept mit variablen Raumzuschnitten, die leicht verändert werden können. Die ruhigen hellen, in den Hochschulfarben blau und weiß gehaltenen Fassadenflächen werden durch Öffnungsbänder und Flächen unterbrochen, in denen Glas und Paneelelemente sich gegenseitig abwechseln. Damit wird das Gebäude zu einem attraktiven Blickfang des Denkfabrik-Areals. Nicht nur das Bauprojekt ist innovativ, auch die Durchführung und Finanzierung im Rahmen eines Investorenmodells durch einen privaten Bauträger setzt im Hochschulbau neue Maßstäbe. "Wir haben mit diesem Investorenmodell Neuland betreten", sagte Henkemeier und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Fa. Mees als Bauherr, der Stadt Lüdenscheid und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW, der die Hochschule bei diesem ungewöhnlichen Projekt intensiv unterstützt hat. Den symbolischen Schlüssel nahm er von Dr. Ali Arnaout, Vorstandsvorsitzender der Engel & VölkersCapital AG entgegen. Prof. Dr. Erwin Schwab, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, der 2008 den Antrag zum Aufbau des Studienorts Lüdenscheid gemeinsam mit Industrie, Arbeitgeberverband, Stadt Lüdenscheid und SIHK entwickelte und auf den Weg brachte, betonte ebenfalls, dass nur das engagierte Zusammenwirken aller regionalen Akteure es ermöglicht habe, dass Lüdenscheid zum Hochschulort geworden ist.