Pressemitteilung-Detail

Bulgarische Wissenschaftlerin zu Gast bei der Märkischen Fachhochschule
Ein Technologietransfer besonderer Art findet zurzeit im Labor für Korrosionsschutztechnik der Märkischen Fachhochschule statt. Noch bis Ende April hält sich Dr. Evelina Slavcheva von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften dort zu einem Forschungsaufenthalt auf. Die junge Chemikerin möchte sich in Iserlohn mit der Methode des elektrochemischen Rauschens vertraut machen.
Ein Technologietransfer besonderer Art findet zurzeit im Labor für Korrosionsschutztechnik der Märkischen Fachhochschule statt. Noch bis Ende April hält sich Dr. Evelina Slavcheva von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften dort zu einem Forschungsaufenthalt auf. Die junge Chemikerin möchte sich in Iserlohn mit der Methode des elektrochemischen Rauschens vertraut machen.
Diese neue, innovative Messmethode ermöglicht es, ein Korrosionssystem zu „belauschen“, um Veränderungen direkt zu erfassen. Gemessen wird dabei die Fluktuation von kleinsten Strömen. Mit Hilfe dieses Verfahrens kann eine beginnende Lokalkorrosion sofort festgestellt werden, auch die Korrosionsintensivität läßt sich damit ermitteln.
Die elektrochemische Rauschmessung ist bereits seit längerem ein Forschungsgebiet von Prof. Dr. habil. Günter Schmitt. Sie wird beispielsweise angewendet, um das Korrosionsverhalten von Kupfer in Trinkwasser zu untersuchen. Gearbeitet wird derzeit an der industriellen Umsetzung, um dieses Online-Verfahren im Rahmen der Prozesskontrolle einzusetzen.
Den ersten Kontakt zu Prof. Schmitt knüpfte Dr. Slavcheva bereits 1988 anlässlich eines von ihm geleiteten Kurses über die Korrosionsinhibitoren. Vorgesehen ist, dass die Wissenschaftlerin nicht nur detaillierte Fachkenntnisse über die elektrochemische Rauschmessung in ihre Heimat mitnimmt. Auch das Messsystem und die verwendete Hard- und Software, mit der sie in Iserlohn arbeitet, wird ab Mai in Bulgarien Einsatz finden. „Ein Technologietransfer par excellence“, befindet Prof. Schmitt, „der zur Internationalisierung unserer Hochschule einen wichtigen Beitrag leistet.“ Finanziert wird der Gastaufenthalt von Dr. Slavcheva im Rahmen eines von der Volkswagen Stiftung geförderten Stipendienprogramms für jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa und den Ländern der GUS-Staaten.