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Wie eng wird es auf dem Campus?
Schule, Hochschule und Arbeitsagentur im Gespräch
Meschede. Einmal jährlich organisieren Ulrich Haselhoff von der Agentur für Arbeit und Studienberater Dr. Torsten Pätzold den Gesprächskreis Schule-Hochschule-Arbeitsagentur. Eingeladen sind stets die Lehrer aus den umliegenden Schulen.
Rund 30 Teilnehmer trafen sich am 15. Februar in der Fachhochschule Südwestfalen. Das Thema in diesem Jahr: "Wie eng wird es auf dem Campus? Doppelter Abiturjahrgang - Studienplatzchancen 2013 bis 2015".
"Es wird eng", so die einleitende Feststellung von Claudia Determann vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW. 2013 werden sich etwa 111.000 Studierende an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen einschreiben. Das sind etwa 19.000 mehr als im Jahr 2012 erwartet werden. Bund und Land unterstützen die Hochschulen finanziell mit dem sogenannten "Hochschulpakt". Hierdurch können gute Studienbedingungen für mehr Studierende geschaffen werden.
"Die Hochschulen haben erhebliche Anstrengungen unternommen und gehen dabei kreativ und innovativ vor", so Determann. Was das im Einzelnen bedeutet, erläuterten anschließend Prof. Dr. Franz-Josef Klein von der Universität Siegen sowie Prof. Dr. Jürgen Bechtloff und Prof. Dr. Claus Schuster von der Fachhochschule Südwestfalen. Die Liste der Maßnahmen ist lang: mehr Lehrpersonal, zusätzliche Räume, längere Unterrichtszeiten, mehr Studienberater und und und. "Wir sind gut vorbereitet", meint Schuster.
In einem waren sich alle Referenten einig: Wer studieren möchte, bekommt auch einen Studienplatz. Allerdings nicht zwingend im Wunsch-Fach und am Wunsch-Ort. "Eng wird es in den Fächern, die alle studieren möchten. Gute Aussichten auf Studienplätze gibt es hingegen in den Naturwissenschaften", erklärt Klein. Deshalb sollte sich jeder Studieninteressierte rechtzeitig über Alternativen informieren und sich nicht eingleisig bewerben.