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Soester Konstruktionspreis für besten Mischbetrieb
Authentische Bedingungen durch Einbindung der Industrie Professur schuf Preis als Ansporn für Studierende
Soest. Der "MixFix 2000" hat den mit 300 Euro dotierten Soester Konstruktionspreis gewonnen. Der Hauptpreis für das beste Studierendenprojekt wurde bereits zum zweiten Mal von der Firma Brunel gestiftet, einem führenden internationalen Ingenieurdienstleistungsunternehmen.
Ein Mischbetrieb sollte virtuell entworfen werden: Zwei unterschiedliche Schüttgüter werden dort in Tonnen und Säcken angeliefert, im gleichen Verhältnis gemischt und als neues Produkt abgefüllt. Die Studierenden mussten sich über Anlieferung, Lagerung, Öffnen und Entleeren der Behälter, sowie über das Zusammenführen und Mischen der Granulate Gedanken machen. Das Ergebnis sollte zugleich kostengünstig, energiesparend und materialschonend gestaltet sein. So mussten sie abwägen, welcher Automatisierungsgrad sinnvoll wäre.
Niklas Westhoff, Tobias Westhues, Denis Risse und Kevin Dirkes hatten mit dem MixFix 2000 das schlüssigste Gesamtkonzept vorgelegt. Jurymitglied Michael Maibaum von Brunel lobte das logistische Konzept und die überzeugende Mischung von manueller und automatisierter Verarbeitung: "Wir haben keine Macken gefunden", stellte der Teamleiter der Brunel-Niederlassung in Dortmund bei der Preisübergabe fest.
"Mit der Einbindung von Fachleuten aus der Industrie wollen wir möglichst authentische Bedingungen schaffen", erläutert Prof. Dr. Reinhard Spörer, der den Soester Konstruktionspreis ins Leben gerufen hat. Spörer, der auch für den Soester Karrieretag verantwortlich zeichnet, lobt den Preis im Rahmen seines jeweiligen 5. Semesters im Fach Konstruktionslehre aus.
In einem mündlichen Briefing werden die Anforderungen beschrieben. Die studentischen Arbeitsgruppen fungieren nun als Wettbewerber. Innerhalb von wenigen Wochen gilt es, ein Projekt zu entwickeln, Herstellungsverfahren und Produkteigenschaften zu recherchieren, ein Modell zu konstruieren sowie eine Dokumentation und eine Präsentation zu erstellen.
"Das ist natürlich sehr aufwändig", weiß Spörer, aber das Wollen reiche nun mal nicht aus. "Was zählt ist Stunden kloppen." Als Anreiz fungieren nicht nur die ausgelobten Preise. Bei der Präsentation sind jedes Mal mehrere Industrievertreter dabei. So trainiert der Wettbewerb nebenbei auch die Schlüsselqualifikationen.
Die weiteren Preise wurden vom Verband Soester Ingenieure (VSI) gestiftet: Der zweite Preis (200 Euro) ging an die Gruppe "Mix Max", die sich hundertprozentig an den Kundenwünschen orientiert hatten. "Der Spagat zwischen Kosten und Automatisierung, aber auch die Präsentation der einzelnen Gruppenmitglieder war überzeugend", berichtete Maibaum aus der Jurysitzung. Der dritte Preis (100 Euro) ging an den "Löwenzahn Fallmischer", als einziges zweistöckiges Konzept sehr energiesparend ausgelegt war.
FB Maschinenbau Soest
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