Pressemitteilung-Detail

Ehrung von Prof. Dipl. Ing. Rosenwald
Verein der Freunde würdigt langjährigen Einsatz für Soester Fachhochschule
Soest. Bei einem Festakt im Rahmen der Soester Impulse ehrte der Verein der Freunde und Förderer des Soester Hochschulcampus e.V. (VDF) jetzt Prof. Karl Rosenwald für seine langjährigen Einsatz für Soester Fachhochschule. Beim Jahresempfang des VDF übereichte dessen Vorsitzender Prof. Dr. Peter Thiemann eine Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft.
Seine letzte Vorlesung hielt Rosenberg bereits im Sommer 1989 vor dem Wilden Mann. Bis dahin war Prof. Karl Rosenwald 24 Jahre an der Soester Fachhochschule tätig - davon zwölf Jahre als Abteilungsleiter für den Standort Soest und 17 Jahre als Geschäftsführer und 2. Vorsitzender des VDF.
Als Prof. Rosenwald 1971 Abteilungsleiter für den Standort Soest wurde, erhielten die Soester Ingenieurschulen gerade in den Status einer Fachhochschule - Zunächst unter dem Dach der kurzlebigen Fachhochschule Südostwestfalen, dann für 30 Jahre bei der UNI-Gesamthochschule Paderborn. "In diesem Januar feiert der Campus Soest das zehnjährige Bestehen der Fachhochschule Südwestfalen", stellte Thiemann den aktuellen Bezug her.
Den Elektroingenieur zur Ehrung vorgeschlagen hatte der ehemalige langjährige Dekan Prof. Jürgen Grüneberg, der heute Rektor der Swiss German University in Jakarta ist. Er hatte sich der Verleihung per Videokonferenz aus Indonesien zugeschaltet und grüßte den ehemaligen Kollegen. "Wir haben oft gestritten", berichtete Grüneberg, "aber in entscheidenden Fragen waren wir aber immer ein Herz und eine Seele, wie man am Ergebnis ja auch gut sehen kann."
Im Jahr 1943 legte der aus Dinker stammende 87-jährige ein Notabitur im Aldegrever Gymnasium ab und wurde anschließend zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Kriegsende absolvierte Rosenwald eine Elektrolehre im väterlichen Handwerksbetrieb und machte das Abitur noch einmal, weil das Kriegsabitur nicht anerkannt wurde.
Nach dem Studium der Elektrotechnik an der RWTH Aachen und arbeitet Rosenwald bei Siemens in Erlangen in der Projektierung von Bergbau-Anlagen. Die Gründung der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen in den Sechzigern, nutzte er als Möglichkeit, in seine Heimat zurückzukehren. Damals hießen die Dozenten noch Bauräte, erst mit Gründung der Fachhochschulen wurden sie zu Professoren ernannt.
Die ersten Jahre waren geprägt Provisorien. Mit viel persönlichem Einsatz schafften Lehrende und Studierende zunächst eine brauchbare Lernumgebung, wenn beispielsweise keine Heizung oder Elektroinstallation vorhanden war. Während seiner Amtszeit als VDF-Geschäftsführer beschaffte Rosenwald allein über den Förderverein rund 400 inventarisierte Experimentiergeräte, sowie umfangreiche Mittel für bauliche Maßnahmen.
Heute wohnt der emeritierte Professor mit seiner Frau Gerda in Möhnesee-Günne. Wöchentlich fährt er nach Günne zum Gesangverein. Jedes Jahr trifft er sich mit seinem ersten Abschlussjahrgang und nimmt am Jahrestreffen des Fachbereichs Elektrische Energietechnik teil.
Verein der Freunde Soest
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