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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
20.01.2012

Design als unternehmerische Strategie

DPM-Werkstattgespräch über Design Thinking im Innovationsmanagement

"Design ist mehr als nur Schönheitspflege." Nils Dülfer referierte im Rahmen der DPM-Werkstatt-Gespräche auf dem Soester Hochschulcampus über das aktuelle Thema "Design-Thinking".

Dülfer ist als sogenannter Researcher bei der A.T. Kearney in Düsseldorf tätig, einem der weltweit größten Beratungsunternehmen für strategisches und operatives Management. Den Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen sowie mehreren Industrievertretern stellte Dülfer "Design-Thinking" als Methode im Innovationsmanagement von Unternehmen vor. Dass Design selbst im Industriebereich zunehmend kaufentscheidend ist, belegte Dülfer mit einer Studie über Industriepumpen. Auch wenn die Geräte bei der späteren Verwendung in einer größeren Maschine verschwänden, kaufen selbst Unternehmen lieber optisch aufgewertete Produkte. Dass Design jedoch mehr als nur Styling ist, zeigte der Betriebswirt mittels der sogenannten Designleiter: "Zentral ist die Frage, wann ein Designer in den Entwicklungsprozess einbezogen wird." Gegen Ende der Entwicklung könne ein Designer nur noch das Produkt "stylen". Zu Beginn kann er entscheidend mitwirken, ein Produkt mit neuen, innovativen Aspekten zu entwickeln. "Innovationen sind neu für das Unternehmen, neu für den Markt und neu für die ganze Welt!". Auf den höheren Stufen der Designleiter wird Design als Prozess oder sogar als Strategie angewandt. Dieses "Design Thinking" könne zur Lösung komplexer Probleme und zur Entwicklung neuer Ideen führen, wie der Experte am Beispiel Müllproblem in Entwicklungsländern veranschaulichte: Das Unternehmen Bär + Knell entwickelte verschiedene Lösungsvarianten zum Plastiktüten-Recycling. Das Ergebnis war die Produktion von Möbelstücken, bei dem die Tüten in einem Pressverfahren direkt verwertet wurden. Dass sich Design Thinking bezahlt macht, zeigte Dülfer anhand von Zahlen aus der Wirtschaft: "Die Exportzahlen eines Produktes sind höher, wenn Design Thinking angewandt wird". Die Werkstatt-Gespräche des Studiengangs Design- und Projektmanagement (DPM) werden von Prof. Michael Grillo organisiert. In loser Folge stellen Unternehmensvertreter studiengangrelevante Fachthemen oder mögliche Berufsfelder des Designmanagements vor. DPM-Soest A.T. Kearney