Pressemitteilung-Detail

Wer sich engagierte, kam mit auf Weltreise
Exkursion der Hagener Studenten führte diesmal vom Kap der Guten Hoffnung über Hawaii nach Bangladesch
Es ist kein Scherz. Namibia, Südafrika, Argentinien, Uruquay, Chile, Tahiti, Hawaii, Philippinen, Hongkong, Bangladesh und Indien waren die Ziele der diesjährigen Exkursion des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Eine Reise um die Welt - und das in nur 20 Tagen.
Unter Leitung von Prof. Dr. Gunther Bamler haben sich in diesem Jahr 25 Studierende auf den Weg in die weite Welt gemacht. Mit Exkursionen in die Region hat sich Prof. Bamler noch nie zufrieden gegeben. Schon immer organisierte er für seine Studierenden Exkursionen in fast alle Kontinente. In diesem Jahr hat er sich mit seiner Welt-Exkursion aber fast selber übertroffen.
"Welche Hochschule bietet das schon ihren Studierenden - und das auch noch zu einem erschwinglichen Preis?", fragt Bamler und hat auch gleich die Antwort parat: "Nur die Hagener Fachhochschule schafft das. Aber so einfach kommen die Studierenden nicht zu ihren attraktiven Reisen. Vorher müssen erst noch Punkte gesammelt werden. Zum Beispiel für die Teilnahme an Marktforschungsprojekten der Hochschule, für die Mitwirkung in Berufungskommissionen oder Prüfungsausschüssen. Mitreisen dürfen dann diejenigen, die sich am meisten engagiert haben. „Im Seminar "Die Märkte dieser Welt" haben sich die Studierenden vorab intensiv mit den Wirtschaftsstrukturen der besuchten Länder beschäftigt. Jeder musste als Vorbereitung eine Arbeit abgeben und einen Vortrag halten zu ausgewählten Themen der besuchten Länder", berichtet Bamler.
Erstes Ziel der Hagener war Namibia, nicht nur bekannt für seine Natur- und Tiervielfalt, sondern auch für den Uran-Bergbau. Die Besichtigung eines Bergwerks und eines Marmor-Steinbruchs standen dementsprechend auf dem Programm. Weiter ging es nach Kapstadt, wo die Studierenden sich in einer Textilfabrik mit dem Entwerfen, schneiden, nähen und Verpacken von Damenoberbekleidung vertraut machten. Kein Aufenthalt in Südafrika ohne Besuch des Tafelbergs oder des Kaps der Guten Hoffnung: Ein bisschen Natur tat gut. Das Urlaubsparadies der Reichen in Plettenberg wurde nicht besucht, schließlich liegt das echte nicht weit von Hagen im Sauerland.
Argentinien, war die nächste Station und dort natürlich die Besichtigung der Volkswagen-Produktion: Pick-Ups und Surans vom laufenden Band - Autos, die hier kaum bekannt sind. In Buenos Aires waren die Studierenden zur rechten Zeit, um die Wiederwahl der Präsidentin mitfeiern zu können. Hier und in Uruguay wurden die Hagener in der Deutschen Botschaft empfangen. Beeindruckend auch der Besuch in einer Wollfabrik, in der auch rohe Wolle aus Europa verarbeitet wird.
In Santiago de Chile überzeugte der Hochschulcampus mit angrenzendem Vergnügungsviertel und dem Andenpanorama im Hintergrund. Über die Osterinseln ging es weiter nach Tahiti. Das dortige Programm mit dem deutschen Konsul wurde leider abgesagt, da dieser noch mit den Ermittlungsarbeiten zum Tötungsdelikt an einem deutschen Weltenbummler und mit der Betreuung der Angehörigen beschäftigt war.
Hawaii, das nächste Ziel und ziemlich amerikanisch. Pearl Harbor stand auf dem Besichtigungsprogramm, ebenso der Besuch einer Soja-Mühle und einer Großwäscherei. Hier wurde die Gruppe von einem Oberbayer aus Mühldorf am Inn begrüßt, der schon seit Jahren auf Hawaii lebt und wie er sagt, in der Wäscherei dafür sorgt, dass wenigsten dann, wenn er da ist, die Leistungsparameter hoch sind. Grob Verschmutztes wird nicht gewaschen - es wird weggeworfen, aus Kostengründen.
Bei der Besichtigung von Lufthansa-Technik auf den Philippinen, erfuhren die Studierenden, dass viele Fluglinien die Philippinen nur anfliegen, um dort ihre Flugzeuge warten und überholen lassen.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Malaysia ging es weiter nach Bangladesh. Dhaka, die 16-Millionen-Metropole hört einfach nicht auf. Auch nach zwei Stunden Fahrtzeit hatten die Studierenden immer noch das Gefühl "im Zentrum" zu sein. Interessant das Gespräch in der deutschen Botschaft. Hier erfuhren die Teilnehmer, dass das Land so gut wie keine Touristen besuchen und insgesamt nur 200 Deutsche dort leben.
Kalkutta in Indien war die letzte Station einer "tollen" Reise. Obwohl nur zwei Wochen unterwegs, hatten alle Studierenden das Gefühl, eine "Ewigkeit" fortgewesen zu sein. Der Einstieg in den Studienalltag in der Haldener Straße fiel nicht leicht.