Pressemitteilung-Detail

OWL-Ingenieurin des Jahres 2011 studierte in Soest
VDI zeichnet Maschinenbau-Ingenieurin der Firma Delta Energy Systems aus Eva Härmens vereint Familie und Beruf
Soest/Bielefeld/Blomberg. Sie kann ein Vorbild für viele junge Menschen sein - gerade auch für Mädchen: Die frisch gekürte OWL-Ingenieurin des Jahres, Eva Härmens qualifizierte sich über den sogenannten zweiten Bildungsweg bis zur Diplomingenieurin. Und heute vereint die Konstrukteurin Beruf und Familie.
Das überzeugte auch die Jury des VDI OWL (Verein Deutscher Ingenieure), die zum zweiten Mal die "OWL-Ingenieurin des Jahres" kürte. Die Preisträgerin Eva Härmens wurde 2004 als erste Maschinen-bauingenieurin bei dem Unternehmen Delta Energy Systems in Soest in der mechanischen Konstruktion eingestellt. Hier diente sie als Vorbild für weitere Ingenieurinnen.
Nach ihrer Lehre bei der Hella KG Hueck & Co. studierte Eva Härmens in Soest Maschinenbau und legte hier auch ihr Diplom ab. In OWL ist sie geboren und aufgewachsen. Als Mutter eines 4-jährigen Sohnes lebt Eva Härmens heute in Lippstadt die "Vereinbarkeit von Familie und Beruf".
Die "OWL-Ingenieurin des Jahres" soll sich besonders für die Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Arbeitsleben einsetzen. Ebenso bedeutend ist es, dass sie junge Menschen für den Ingenieurberuf begeistert und sich für das Thema Nachhaltigkeit engagiert.
Die zahlreichen Bewerbungen von hochqualifizierten und engagierten Ingenieurinnen, vorgeschlagen von Unternehmen und Institutionen aus OWL, haben die Jury beeindruckt und bestätigt, diesen Preis erneut auszuloben. "Wir freuen uns, dass so viele kompetente Ingenieurinnen vorgeschlagen
wurden", so die stellvertretende Vorsitzende des VDI-Bezirksvereins OWL, Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp. "Die Entscheidung ist uns in der Jury nicht leicht gefallen." In einer mehrstündigen Jurysitzung mit Vertreterinnen des VDI OWL e.V. sowie OWLer Unternehmen wurde die OWL Ingenieurin des Jahres 2011" aus den 21 Bewerbungen gewählt. Preisstifter und Gastgeber für die Preisverleihung ist das Unternehmen Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.
Trotz der langsam steigenden Zahl weiblicher Studierender in den Ingenieurswissenschaften sind Frauen in diesem Berufsfeld nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Eine der Ursachen für die nachrangige Wahl des Ingenieurberufs von jungen Frauen ist die fehlende Präsenz von Vorbildern. Mit dem Preis "OWL-Ingenieurin des Jahres" möchten wir Ingenieurinnen in die Öffentlichkeit bringen und auf diese Weise weibliche Vorbilder für den Ingenieurberuf aufzeigen. Unterstützt wird das Projekt durch den VDI Landesverband und der Gleichstellungsbeauftragten der Fachhochschule
Bielefeld.
Portrait Eva Härmens
"Wenn mir jemand mit 16 gesagt hätte, dass ich mal Maschinenbau in Soest studiere, dem hätte ich einen Vogel gezeigt. Aber, dass ich Kinder haben wollte, das war schon klar", sagte Eva Härmens gegenüber der Tageszeitung Der Patriot.
Schon als Kind interessierte sich Eva Härmens eher für die ferngesteuerten Autos des Bruders als für Puppen. In der Hauptschule Anröchte galt sie "irgendwie als kleines Mathe-Genie" und durfte als einziges Mädchen am Computerkurs teilnehmen. Sie machte den Realschulabschluss und erhielt schon damals bei Jugend forscht einen Sonderpreis.
Nach einer Ausbildung zur technischen Zeichnerin bei der Hella KG Hueck & Co. absolvierte sie am Abendgymnasium in Lippstadt zunächst ihr Abitur, um danach ein Maschinenbau in Soest zu studieren.
"Ich habe aber auch mehr als 100 Prozent gegeben, weil ich meinen männlichen Kollegen nicht nachstehen wollte" - Auf einen Frauenbonus hat Eva Härmens nie gebaut - wie auch: Sie war die erste Ingenieurin bei der Delta Energy Systems in Soest. Seit 2004 ist sie hier als Konstrukteurin tätig - in ihrer Abteilung liegt die Quote inzwischen bei 25 Prozent.
Die Maschinenbau-Ingenieurin ist bei Delta in der mechanischen Konstruktion tätig: "Wir entwickeln und produzieren Stromversorgungsgeräte für Computer, Server und den Automobilbereich. Ich bin in erster Linie für die Außenmechanik von Ladegeräten für Elektroautos zuständig."
Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung bei Phoenix Contact in Blomberg zeichnete jetzt der VDI OWL Eva Härmens als "OWL Ingenieurin des Jahres 2011" aus. Schirmherrin der mit 1.000 Euro dotierten Auszeichnung ist Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW.
Frau Härmens ist Mitte 30 Jahre alt, in Schwaney (Kreis Paderborn) geboren und lebt mit Ihrer Familie (Mann und 1 Kind) in Lippstadt. (Anmerkung: der Altkreis Lippstadt gehört in den Bereich des VDI OWL).
Internet:
vdi.de/owl
FB Maschinenbau Soest
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Hella
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