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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
01.08.2011

40 Jahre Fachhochschule in Soest

Wechselvolle Erfolgsgeschichte - heute unter dem Dach FH Südwestfalen NRW-Fachhochschulgesetz vereinte Soester Fachbereiche Genau vor 40 Jahren wurde Soest zum Fachhochschulstandort. Per Landesgesetz wurden am 1.August 1971 insgesamt acht Fachhochschulen in NRW gegründet, inzwischen sind es 16 staatliche und sechs private. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratulierte heute den nordrheinwestfälischen Fachhochschulen zu ihrem 40-jährigen Bestehen.

In Soest wurden bei diesem Schritt zwei bestehende Institutionen zusammengefasst: Die Soester Ingenieurschule für Landbau, die seit 1923 als Lehranstalt für praktische Landwirte bestand und die bereits 1966 zur Ingenieurschule erhoben wurde, und die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen mit den Abteilungen "Maschinenbau / Konstruktionstechnik", "Maschinenbau / Fertigungstechnik" sowie "Elektrotechnik / Nachrichtentechnik". "Es herrschte dringender Bedarf an qualifizierten und praxisnah ausgebildeten Fachkräften", erläutert Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die damalige Situation in einer zentralen Presseerklärung. "Der technologische Wandel führte zu deutlich höheren Anforderungen im Beruf. Die Fachhochschulen schufen für eine breite Bevölkerungsschicht erstmals den Zugang zu einer akademischen Ausbildung", so die Ministerin weiter. Die 1971 gegründete Fachhochschule Südost-Westfalen ging genau ein Jahr später im Dach der neugegründeten Universität-Gesamthochschule Paderborn auf. Hier verblieben die Soester Fachbereiche 30 Jahre. Noch heute sprechen die Soester daher gern von ihrer "Uni". Seit knapp zehn Jahren - das runde Jubiläum ist am 1.1.2012 - gehören die drei Soester Fachbereiche Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik zur Fachhochschule Südwestfalen. Die Flächenhochschule hat mittlerweile 8800 Studierende in 49 Studiengängen. Neben den Gründungs-Standorten Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest wird seit vergangenem Jahr in Lüdenscheid ein weiterer Studienort aufgebaut. Neben der regionalen Ausrichtung und der Zusammenarbeit mit Unternehmen haben die Soester Fachbereiche bereits vor dem Bolgna-Prozess einen Masterstudiengang eingerichtet und - ebenfalls in Kooperation mit internationalen Universitäten - bietet sich in Soest seit Jahren die Möglichkeit zur Promotion. Auf dem Campus am Lübecker Ring studieren heute über 2.000 Studierende. Mit Gründung des Wissenschaftlichen Zentrums Frühpädagogik wurde in diesem Jahr ein neues Kapitel in der ansonsten eher wirtschaftlich-technisch ausgerichteten Hochschule aufgeschlagen. Internet: www.fh-swf.de/soest | www.wissenschaft.nrw.de Hintergrund In der Fachhochschule Südost-Westfalen waren im August 1971 die Ingenieurschulen Paderborn, Höxter, Meschede und Soest sowie die Höhere Wirtschaftsfachschule Paderborn und die Soester Ingenieurschule für Landbau zusammengefasst worden. Die Universität Paderborn wurde am 1. August 1972 gegründet. Bis Ende 2001 bestand sie auch als Gesamthochschule mit Fachhochschulabteilungen in Höxter, Meschede und Soest. Hervorgegangen ist sie aus mehreren Vorgängereinrichtungen: Die größten waren die Pädagogische Hochschule Paderborn und die Fachhochschule Südost-Westfalen. Die Fachhochschule Südwestfalen besteht seit dem 1. Januar 2002 mit Standorten in Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest; seit vergangenem Jahr wird in Lüdenscheid ein neuer Studienort. Die junge Hochschule hat durch ihre verschiedenen Vorgängereinrichtungen eine 187-jährige Tradition. Die Flächenhochschule mit acht Fachbereichen hat mittlerweile 8800 Studierende in 49 Studiengängen. Politische Grundlage für die Bildung von Fachhochschulen bildete das am 31. Oktober 1968 durch die elf Ministerpräsidenten verabschiedete "Abkommen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland zur Vereinheitlichung auf dem Gebiet des Fachhochschulwesens". Es bildete auch in NRW die Grundlage für die Errichtung von Fachhochschulen als eigenständige Einrichtungen des Bildungswesens im Hochschulbereich.