Pressemitteilung-Detail

40 Jahre Fachhochschule in Soest
Wechselvolle Erfolgsgeschichte - heute unter dem Dach FH Südwestfalen NRW-Fachhochschulgesetz vereinte Soester Fachbereiche Genau vor 40 Jahren wurde Soest zum Fachhochschulstandort. Per Landesgesetz wurden am 1.August 1971 insgesamt acht Fachhochschulen in NRW gegründet, inzwischen sind es 16 staatliche und sechs private. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratulierte heute den nordrheinwestfälischen Fachhochschulen zu ihrem 40-jährigen Bestehen.
In Soest wurden bei diesem Schritt zwei bestehende Institutionen
zusammengefasst: Die Soester Ingenieurschule für Landbau, die seit 1923 als
Lehranstalt für praktische Landwirte bestand und die bereits 1966 zur
Ingenieurschule erhoben wurde, und die Staatliche Ingenieurschule für
Maschinenwesen mit den Abteilungen "Maschinenbau / Konstruktionstechnik",
"Maschinenbau / Fertigungstechnik" sowie "Elektrotechnik /
Nachrichtentechnik".
"Es herrschte dringender Bedarf an qualifizierten und praxisnah
ausgebildeten Fachkräften", erläutert Wissenschaftsministerin Svenja Schulze
die damalige Situation in einer zentralen Presseerklärung. "Der
technologische Wandel führte zu deutlich höheren Anforderungen im Beruf. Die
Fachhochschulen schufen für eine breite Bevölkerungsschicht erstmals den
Zugang zu einer akademischen Ausbildung", so die Ministerin weiter.
Die 1971 gegründete Fachhochschule Südost-Westfalen ging genau ein Jahr
später im Dach der neugegründeten Universität-Gesamthochschule Paderborn
auf. Hier verblieben die Soester Fachbereiche 30 Jahre. Noch heute sprechen
die Soester daher gern von ihrer "Uni".
Seit knapp zehn Jahren - das runde Jubiläum ist am 1.1.2012 - gehören die
drei Soester Fachbereiche Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und
Maschinenbau-Automatisierungstechnik zur Fachhochschule Südwestfalen.
Die Flächenhochschule hat mittlerweile 8800 Studierende in 49 Studiengängen.
Neben den Gründungs-Standorten Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest wird
seit vergangenem Jahr in Lüdenscheid ein weiterer Studienort aufgebaut.
Neben der regionalen Ausrichtung und der Zusammenarbeit mit Unternehmen
haben die Soester Fachbereiche bereits vor dem Bolgna-Prozess einen
Masterstudiengang eingerichtet und - ebenfalls in Kooperation mit
internationalen Universitäten - bietet sich in Soest seit Jahren die
Möglichkeit zur Promotion. Auf dem Campus am Lübecker Ring studieren heute
über 2.000 Studierende. Mit Gründung des Wissenschaftlichen Zentrums
Frühpädagogik wurde in diesem Jahr ein neues Kapitel in der ansonsten eher
wirtschaftlich-technisch ausgerichteten Hochschule aufgeschlagen.
Internet: www.fh-swf.de/soest |
www.wissenschaft.nrw.de
Hintergrund
In der Fachhochschule Südost-Westfalen waren im August 1971 die
Ingenieurschulen Paderborn, Höxter, Meschede und Soest sowie die Höhere
Wirtschaftsfachschule Paderborn und die Soester Ingenieurschule für Landbau
zusammengefasst worden.
Die Universität Paderborn wurde am 1. August 1972 gegründet. Bis Ende 2001
bestand sie auch als Gesamthochschule mit Fachhochschulabteilungen in
Höxter, Meschede und Soest. Hervorgegangen ist sie aus mehreren
Vorgängereinrichtungen: Die größten waren die Pädagogische Hochschule
Paderborn und die Fachhochschule Südost-Westfalen.
Die Fachhochschule Südwestfalen besteht seit dem 1. Januar 2002 mit
Standorten in Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest; seit vergangenem Jahr
wird in Lüdenscheid ein neuer Studienort. Die junge Hochschule hat durch
ihre verschiedenen Vorgängereinrichtungen eine 187-jährige Tradition. Die
Flächenhochschule mit acht Fachbereichen hat mittlerweile 8800 Studierende
in 49 Studiengängen.
Politische Grundlage für die Bildung von Fachhochschulen bildete das am 31.
Oktober 1968 durch die elf Ministerpräsidenten verabschiedete "Abkommen der
Länder in der Bundesrepublik Deutschland zur Vereinheitlichung auf dem
Gebiet des Fachhochschulwesens". Es bildete auch in NRW die Grundlage für
die Errichtung von Fachhochschulen als eigenständige Einrichtungen des
Bildungswesens im Hochschulbereich.