Pressemitteilung-Detail

Mit Audi A8 zur Abschlussprüfung
Iserlohner Masterstudent legt entscheidende Grundlagen für die Kalibrierung von MatrixBeam-High-Tech Scheinwerfer bei Audi / Abschlusskolloquium in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn
Adaptives Fernlicht - immer eingeschaltet sobald es dunkel und das Auto in Bewegung ist. Möglich durch eine intelligente Reglung einzelner LED-Leuchtsegmente in einer Weise, dass kein entgegenkommendes oder vorausfahrendes Fahrzeug geblendet wird. Mit einer Leuchtkraft, dass Verkehrsschilder in 300 m Entfernung Licht reflektieren wie die untergehende Sonne. Das gibt es nicht? Doch - bei Audi. Zunächst noch in der Entwicklung, aber bald für die Kunden im Premiumsegment.
Mitentwickelt hat das Fernlicht ein Masterstudent der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Dipl.-Inform. Tilman Armbruster hat im Rahmen seiner Masterthesis im Studiengang Computer Vision and Computational Intelligence bei Audi die Grundlagen für ein Kalibriersystem für den neuen MatrixBeam entwickelt. So heißt das "Zauberfernlicht" von Audi in der Entwicklung. Konkret untersuchte er, mit welchen Bildverarbeitungsalgorithmen das intelligente Fernlicht auf Basis der Bilder von der Fahrzeugkamera am besten parametriert werden kann. Denn was zunächst nur im Lichtkanal funktionieren muss, soll später auch auf der Straße möglich sein. Für die Überprüfung und Diagnose des Fernlichts reichen die derzeitigen Messmethoden in den Werkstätten nicht aus.
Gemeinsam mit seinem Betreuer bei Audi, Dipl.-Ing. Alexander Totzauer, reiste Tilman Armbruster im Audi A8 zum Abschlusskolloquium nach Iserlohn. An der Hochschule betreute Prof. Ulrich Lehmann, Geschäftsführer des Hochschulinstituts Computer Vision & Computational Intelligence (CV & CI) die Masterthesis. Das Institut beschäftigt sich mit der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung im Bereich der kognitiven Systeme auf der Basis von maschinellem Sehen und numerischer Intelligenz, welche unter anderem in der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen Anwendung finden.
Natürlich wurde Tilman Armbruster nicht nur theoretisch beim Abschlusskolloquium über sein Projekt geprüft. Auch praktisch wurde das neue Fernlicht bei einer Probefahrt rund um die Waldstadt getestet. "Hell wie die Sonne und schlau wie ein Fuchs", zeigte sich Prof. Lehmann vom neuen Lichtsystem begeistert. " Wer uns bei der Testfahrt in Kesbern und durch das Grüner Tal beobachtet hat, muss an ein UFO gedacht haben. Wenn alle Fahrzeuge und Fußgänger mit intelligentem LED-Fernlicht unterwegs wären, könnte viel Energie für die Straßenbeleuchtung eingespart und dennoch mancher Unfall durch hervorragende Sicht und Vermeidung von Blendung abgewendet werden", ist Lehmann überzeugt. Denn MatrixBeam erlaubt nicht nur eine optimale Ausleuchtung des Fahrwegs sondern sorgt auch dafür, dass entgegenkommende Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Möglich macht dies eine intelligente Regelung, die einzelne Leuchtsegmente an der entsprechenden Position von Fernlicht auf Fahrlicht umschaltet, sobald eine fremde Lichtquelle erkannt wird.
Tilman Armbruster hat sein Studium mit Bravour beendet: "Mit der guten Ausbildung in Iserlohn hatte ich beste Voraussetzungen bei der Entwicklung des Kalibrierprozesses mitzuwirken".
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