Pressemitteilung-Detail

Erfrischung aus der molekularen Küche
Studierende des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien präsentierten Projektergebnisse aus dem Studium
Erfrischende Getränke gab es am Freitag (24.06.2011) nicht nur in der Mensa der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, sondern auch im Foyer der Hochschule. Dort servierten Studierende des Masterstudiengangs Bio- und Nanotechnologien ihren Kommilitonen den Drink „Summer Kiss“, ein Produkt aus der Molekularküche des Fachbereichs: Neuartig, farbenfroh und nach aktuellen biochemischen Erkenntnissen gemixt.
„Summer Kiss“ ist das Premiumprodukt der Fa. „Liquid Drops Corporation“. Diese Firma gibt es nicht wirklich, sondern ist der Name einer Übungsfirma, die die Studierenden zu Studienzwecken „gegründet“ haben.
„Wir wollen im Masterstudiengang Bio- und Nanotechnologien auch das didaktische Konzept des problembasierten Lernens einsetzen“, erläutert Prof. Dr. Kilian Hennes. „Das ist eine Lernform, bei der eine spezielle Aufgabe im Vordergrund steht, für die die Studierenden weitgehend selbständig eine Lösung finden sollen“. In diesem Fall ging es um das Thema Technisches Qualitätsmanagement und gute Herstellungspraxis nach dem europäischen GMP-Leitfaden. Die Studierenden gründeten hierfür die virtuelle Firma „Liquid Drops Corporation“ und setzten sich praxisnah in den Unternehmens-Abteilungen „Herstellung“, „Qualitätskontrolle“ und „Qualitätssicherung“ mit dem Thema auseinander. Am Ende der sieben Tagesseminare stand nicht nur die Entwicklung des Molekulardrinks, sondern auch ein vollständiges Qualitätsmanagementsystem für das Unternehmen.
„Ich selber habe bei dem Projekt die Rolle des Unternehmensberaters übernommen und meine eigenen beruflichen Erfahrungen eingebracht“, berichtet Hennes. „Denn vor meiner Berufung an die Fachhochschule habe ich Medizinproduktehersteller im Bereich Qualitätsmanagement beraten, war Senior Qualitätsmanager in der Arzneimittelbranche und ich verfüge auch über langjährige Erfahrungen als Gründer-Geschäftsführer eines Biotechnologieunternehmens“.
Das projektbezogene Arbeiten hat bei den Studierenden soviel Anklang gefunden, dass dieses Lehrkonzept auch in Zukunft eingesetzt werden soll. „Die gute alte Vorlesung hat damit zwar nicht ausgedient, aber für eine gute Lehre ist eine Vielfalt von Lehrformen wichtig“, ist Prof. Hennes überzeugt.