Pressemitteilung-Detail

Don´t worry - Be happy
14. Internationaler Workshop des Hagener Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft führte nach Jordanien, Israel und Ägypten
Don´t worry! Mach dir keine Sorgen. Diesen Spruch bekamen die Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen während ihres 14-tägigen Aufenthalts in Jordanien, Israel und Ägypten häufig zu hören. Geduld war das Gebot der Stunde und letztlich klappte auch alles, angefangen von den geplanten Exkursionen bis hin zu den fehlenden Visa für die chinesischen Studierenden.
Seit 14 Jahren organisiert der Hagener Fachbereich Technische Betriebswirtschaft unter Leitung von Prof. Dr. Gunther Bamler Internationale Workshops an wechselnden Orten. Gastgeber sind immer Partnerhochschulen der Hagener Fachhochschule.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden internationalen Ausrichtung der Unternehmen, dient der Workshop "Multikulturelle Unterschiede im Management von Unternehmen" dazu, die Studierenden bereits während ihres Studiums mit häufig auftretenden kulturellen Unterschieden im unternehmerischen Verhalten zu konfrontieren. Dazu wird ein Unternehmensplanspiel durchgeführt, bei dem es darum geht, eben diese kulturellen Unterschiede zu erkennen, zu analysieren und gemeinsam zu einer Verständigung und Entscheidungsfindung zu kommen. Gebildet werden verschiedene Teams, die sich jeweils aus Studierenden der verschiedenen Partnerhochschulen zusammensetzen. Dann kommt beispielsweise der Verkaufleiter aus Portugal, die Produktionschefin ist eine Chinesin und ein Hagener Student kümmert sich um Forschung und Entwicklung. Sie alle entwickeln gemeinsam Unternehmenskonzepte, die sich im Wettbewerb der einzelnen Teams behaupten müssen. Am Ende gibt es eine Präsentation in Form einer Hauptversammlung, wo jeder sein Unternehmen als das Beste herauszustellen versucht.
In diesem Jahr fand der Workshop in Jordanien statt, organisiert von der Partneruniversität Amman. Neben dem Planspiel standen verschiedene Firmenbesuche in Jordanien und Israel auf dem Programm und auch die Kultur kam nicht zu kurz. So wurde selbstverständlich Petra, das weltberühmte Kulturerbe besichtigt. Bereits vier Wochen vor dem Workshop sollte die Jordanische Hochschule sich um ermäßigte Eintrittspreise für die Studierenden kümmern. Noch am Vorabend des Besuchs lautete die Antwort "Don´t worry, wir kümmern uns darum". Letzlich blieb es dann doch bei dem normalen Eintrittspreis von umgerechnet 50 Euro Eintritt für jeden einzelnen. Bevor es weiter nach Israel und Ägypten ging, stand die Abschlussveranstaltung an. Es gab drei Trophäen für die siegreichen Teams. Da sich die multinationalen Teams nach Ende des Workshops in aller Herren Länder verteilten, wurde kurzerhand die aus Plexiglas gefertigten Auszeichnung zerschlagen, damit jeder ein Bruchstück mit nach Hause nehmen konnte.
In Israel erwarteten die Studierenden zeitraubende Sicherheitsvorkehrungen bei der Einreise. Besucht wurden Tel Aviv und Jerusalem. Am Toten Meer wurde die Produktion von Potasche besichtigt, ebenso die von der Firma errichtete Arbeitersiedlung für die über 1100 Beschäftigten. In Ägypten war die Gruppe quasi unter sich. Die sonst üblichen Touristenscharen fehlten aufgrund der politischen Situation. Ein Besuch des Diplomatenclubs von Kairo stand hier auf dem Programm und natürlich die Pyramiden.
Nach vierzehn Tagen fiel allen der Abschied schwer, so intensiv waren die Studierenden aus zwölf Nationen zusammengewachsen