Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
13.10.2010

Engagement zahlt sich aus:

Mexikanische Studentin aus Hagen erhält DAAD Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender. Bürgermeisterin Kramps beglückwünscht Itzia Gómez Torrentera

Als Ausländerin kennt sie das Problem, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Als Studentin weiß sie, wie schwierig es mitunter sein kann, ein Studium in einer anderen Sprache zu absolvieren.

Als Ausländerin kennt sie das Problem, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Als Studentin weiß sie, wie schwierig es mitunter sein kann, ein Studium in einer anderen Sprache zu absol-vieren. Gerade deshalb hat sich Itzia Gómez Torrentera, geboren und aufgewachsen in Mexiko, stets für ihre ausländischen Mitstudierenden an der Fachhochschule Südwestfalen eingesetzt und ihnen geholfen, in Deutschland und in Hagen anzukommen. Hierfür wurde sie jetzt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit dem DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender ausgezeichnet. „Wir sind eine der wenigen Hochschulen in Deutschland, die vom DAAD Mittel zur Vergabe dieses Preises erhalten haben“, freut sich Dekan Prof. Dr. Werner Hug vom Fachbereich Technische Betriebswirtschaft und erklärt, „dass mit diesem Preis ausländische Studierende gewürdigt werden, die ihr Studium in Deutschland absolviert und sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches und interkulturelles Engagement hervorgetan haben“. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung durch die Stadt Hagen und die SIHK im Sparkassen-Karree statt. Auch Bürgermeisterin Brigitte Kramps beglückwünschte die Preisträgerin. Deutschland hatte Itzia Gómez Torrentera bereits im Schüleraustausch kennen und lieben gelernt. Von einem Bekannten bekam sie den Tipp, sich um einen Studienplatz im Studiengang Wirtschafts-ingenieurwesen an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen zu bewerben. 2004 startete sie mit dem Studium, das sie in diesem Jahr mit einem Doppelabschluss der britischen Partneruniversität in Staffordshire beendete. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwickelte sie eine neue Kommunikations-strategie für Bosch Siemens Haushaltsgeräte und erhielt hierfür die Bestnote 1,0. Während ihres Studiums stand sie als Mentorin und Beraterin für ihre ausländischen Mitstudierenden zur Verfügung. „Zu Beginn meines Studiums war ich als Ausländerin noch eine ziemliche Exotin im Fachbereich, aber mittlerweile haben wir schon 84 ausländische Studierende hier“, berichtet Itzia Gómez Torrentera. Prof. Dr. Evelyn Albrecht ergänzt: „Für unser Projekt PROFIN, das wir gemeinsam mit dem DAAD zur Integration ausländischer Studierender an unserem Fachbereich gestartet haben, war sie ein wahrer Glücksfall. Neben studienspezifischen Faktoren spielt nämlich die Integration für den Studienerfolg eine wichtige Rolle. Ausländische Studierende, die sich in der Hochschule und mit ihren Kommilitonen wohl fühlen und dort eingebunden sind, studieren besser und bauen auch insgesamt eine positive Beziehung zu Deutschland auf“. „Gerade für nicht EU-Studenten ist die erste Zeit in Deutschland auch ein kultureller Schock“ weiß Itzia Gómez Torrentera, „hinzu kommen bürokratische Hindernisse, jedes Jahr muss das Visum erneuert werden, auch die deutsche Sprache ist nicht einfach. Dann hilft eine moralische Unterstützung durch jemanden, der schon länger dabei ist, einfach bei der Eingewöhnung“. Nach ihrem Abschluss möchte sie gerne in Deutschland bleiben und sucht jetzt eine berufliche Herausforderung im Bereich Projektmanagement.