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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
12.05.2010

Fachhochschule Südwestfalen in Hagen exportiert erfolgreichen Studiengang nach Russland: Russische Dozenten hospitieren im Fachbereich Technische Betriebswirtschaft

Zwei junge russische Wissenschaftler der Technischen Universität Kostroma, Natalia Saksima und Witalij Iwamizkiji, hospitierten zwei Wochen lang am Fachbereich Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Zwei junge russische Wissenschaftler der Technischen Universität Kostroma, Natalia Saksima und Witalij Iwamizkiji, hospitierten zwei Wochen lang am Fachbereich Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Die Hochschule hat seit über 10 Jahren ein Kooperationsabkommen mit der russischen Universität in der Wolgastadt Kostroma. Die Region Kostroma – 400 km nordöstlich von Moskau – ist Partner-Region des Landes NRW. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung kooperieren neben der FH auch die SIHK zu Hagen und die Handwerkskammer Münster mit universitären und nicht-universitären Institutionen vor Ort. 1998 konnte der jetzige Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Werner Hug, russische Kollegen und Unternehmen in Kostroma von der Idee des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen – in Deutschland sehr erfolgreich, im Ausland weitgehend unbekannt – begeistern. Der Austausch von Curricula und Lehrmaterialien wurden vereinbart, Lehrmaterialien ins Russische übersetzt. Seit 2008 gibt es nun auch an der Staatlichen Technischen Universität Kostroma die Möglichkeit, Wirtschaftsingenieurwesen in der Fakultät Maschinenbau zu studieren. Zum Pflichtprogramm der Studierenden dieses Studienganges gehört das Erlernen der deutschen Sprache. Die besten Studierenden erhalten demnächst die Möglichkeit, an der FH Südwestfalen ein Masterstudium zu absolvieren und im Rahmen ihrer Masterarbeit auch deutsche Betriebe kennenzulernen. Die beiden russischen Dozenten nutzen ihre Zeit in Hagen, um ihr Fachwissen zu vertiefen und um die doch sehr unterschiedlichen Studien- und Lehrkonzepte an deutschen Hochschulen durch Teilnahme am Studienbetrieb praxisnah zu erleben. Denn die russischen Studierenden, die demnächst in Hagen ihren Masterabschluss machen möchten, sollen bestmöglich auf den Aufenthalt vorbereitet werden. „Wir haben eine sehr lebendige Hochschule mit internationaler Ausrichtung kennengelernt. Am meisten hat mich der Umgang zwischen Professoren und Studierenden beeindruckt. Der Unterricht war außerordentlich lebendig und sehr interaktiv angelegt “, berichtet Natalia Saksima. Und Witalij Iwamizkiji ergänzt: „Am meisten überrascht war ich von den Girls-Day-Aktivitäten des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft. Ein Konzept, das auch bei uns in Russland sicherlich gut ankäme. Das Engagement der Mädchen und Dozenten hat uns begeistert. Dass wir dann auch noch den Fallstudienwettbewerb des Verbandes der Wirtschaftsingenieure miterleben konnten, war sicherlich ein weiterer Höhepunkt.“ Mit einer Vielzahl von Ideen kehren sie nun zurück nach Kostroma. Zum Ende des Sommer-Semesters werden vier Hagener Wissenschaftler zum Gegenbesuch in Kostroma erwartet. Sie organisieren gemeinsam mit der Technologischen Universität Kostroma eine 14-tägige Summer School mit dem Titel „Handel mit der EU – Ausgewählte Aspekte des Vertriebs von Wirtschaftsgütern in die EU und die Bundesrepublik Deutschland“.