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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.04.2010

Fachhochschulen sind Treiber bei der regionalen Entwicklung

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan überreicht Forschungsscheck und würdigt Innovationskraft der FHs.

Bei ihrem Besuch auf dem Soester Hochschulcampus betonte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan die Rolle der Fachhochschulen im "Innovationssystem Deutschland". Der Kontakt zur Fachhochschule Südwestfalen war über den zurückliegenden Karrieretag entstanden, zu dem die Ministerin bereits ein Grußwort verfasst hatte.

"Die Fachhochschulen sind die Treiber bei der regionalen Entwicklung", sagte die Ministerin in Soest. Bezogen auf den Bologna-Prozess fügte Schavan hinzu: "Die Lehrqualität und -konzepte der Fachhochschulen sind vorbildlich." Hinsichtlich der zahlreichen Soester Promotionen, die bisher nur in Kooperation mit Universitäten möglich sind, betonte die Forschungsministerin, dass es mittelfristig auch das Promotionsrecht für Fachhochschulen geben werde. Schavan unterstrich auch, dass sie die Forschungsaktivitäten der Fachhochschulen forciert habe und weiter stärken wolle. Passend hatte die Bundespolitikerin einen Förderscheck in Höhe von 259.279 Euro für das Forschungsprojekt "Energieversorgungssystem für die Zukunft: Stromnetze intelligent online betreiben (Smart Grid GIS)" von Prof. Dr. Egon Ortjohann im Gepäck. Bis dato förderte Schavans Bundesministerium für Forschung und Bildung elf Forschungsprojekte an der Fachhochschule Südwestfalen in Höhe von knapp 3 Millionen Euro. Mit seinem Fachgebiet Energieversorgung hält der Soester Professor Ortjohann nun allein vier davon. Prof. Dr. Claus Schuster, Präsident der Fachhochschule Südwestfalen, bekräftigte in seiner Präsentation die Forschungsstärke der Fachhochschulen und insbesondere des Standortes Soest. Schuster forderte die Ministerin auf, forschungsstarke Fachhochschulen durch sogenannte Forschungsprofessuren und die Integration in die bundesweiten AIF-Forschungs-Arbeitskreise zu stärken, sowie die kooperative Forschung mit Unternehmen wie bisher weiter zu intensivieren. Besonders interessiert zeigte sich Prof. Dr. Annette Schavan auch an den berufsbegleitenden Studienmodellen des Verbund- und Franchisestudiums, sowie den praktischen Präsentationen auf dem Hochschulcampus. So stellte Prof. Dr. Karl-Heinz Müller das Konzept der technischen und naturwissenschaftlichen Fortbildung von Erzieherinnen vor. Zur Veranschaulichung, wie dies in den Kindertagesstätten umgesetzt wird, führten einige Kinder aus dem Soester Sonnenkamp Kindergarten physikalische Versuche durch. Im Hochspannungslabor, das in der ehemaligen Kasernenkapelle untergebracht ist, führte Prof. Dr. Jan Meppelink vor, wie ein Blitz in einen Sicherungskasten einschlägt und dieser dabei explodiert -das Protokoll vermerkte hierfür den Titel "Wenn es in der Kirche blitzt und kracht". Anschließend stellte Meppelink einen in seinem Labors entwickelten Überspannungsableiter vor, der nachhaltig schützt: Ein zweiter Sicherungskasten überstand 60.000 Volt schadlos - trotz kräftigem Donners.