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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.05.2000

Neutrinos quer durch die Alpen

Professor ist Mitglied einer internationalen Forschergemeinschaft zur Suche nach Neutrino-Oszillationen

Man sieht sie nicht, hört sie nicht und der Nachweis ist schwierig. Die Rede ist von Neutrinos, Elementarteilchen ohne elektrische Ladung, die ähnlich den Partikeln des Lichtes, den Photonen, sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen. Drei verschiedene Spezies wurden mittlerweile festgestellt. Die Frage, ob Neutrinos eine Masse besitzen oder nicht, beschäftigt die Physiker seit vielen Jahren. Viele Experimente zur Klärung dieser Frage sind bisher unternommen worden, die meisten erbrachten kein klares Resultat. In den letzten Jahren gab es die ersten Hinweise darauf, daß Neutrinos, im Gegensatz zu den Photonen, tatsächlich eine Masse besitzen. Die Masse der Neutrinos spielt in unserem heutigen Verständnis der Entstehung und des gegenwärtigen Zustands der Sterne und des Universums eine entscheidende Rolle. Unter dem Namen OPERA wird in den kommenden Jahren ein großes Experiment zur Bestimmung der Neutrinomasse im Gran-Sasso-Massiv in Italien errichtet werden. Neben Universitäten und Forschungslabors aus Italien, Frankreich, Türkei, Belgien, Schweiz, Japan, Israel und Russland ist auch das Labor für Messwerterfassung und -umformung des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Märkischen Fachhochschule (MFH) unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Sohlbach beteiligt. Der deutsche Physiker Wolfgang Pauli schlug im Jahre 1930 die Existenz eines ungeladenen Teilchens zur Erklärung bisher unverstandener Ergebnisse beim Zerfall von Neutronen vor, dieses Teilchen wurde dann von dem italienischen Physiker Enrico Fermi ‚Neutrino